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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Kapitel XXII.

links, eine rechts, eine in der Mitte. An jeder Stange konnten biszu neun Fackeln befestigt werden, und zwar bedeuteten dieselben Einer,wenn sie an der Stange links, Zehner, wenn sie an der mittlerenStange, Hunderter, wenn sie an der Stange rechts befestigt wurden.Sie sollten nämlich von Weitem gesehen werden, und für den gegen-überliegenden Beobachter kehrt sich natürlich rechts in links, linksin rechts, so dass die Ordnung der Zahlenwerthe ihm von rechtsnach links zunehmend erscheint, wie es z. B. auch bei der salami -nischen Tafel (S. 111) der Fall war. Zahlen als solche sollten freilichnicht mitgetheilt werden. Man machte von den Zahlen Gebrauchum Buchstaben des griechischen Alphabetes zu erkennen zu geben,deren jeder je einen der Werthe 1 bis 9, 10 bis 90 oder 100 bis 900besitzt, und so konnten an der richtigen Stange sichtbar gemachteFackeln die Buchstaben eines Wortes, eines Satzes nach und nach dementfernten Freunde bekannt machen.

Eine Sammlung ganz anderen wissenschaftlichen Werthes ist diedes Pappus von Alexandria , eines Schriftstellers, der muth-masslick dem Ende des III. S. angehört hat.') Wir besitzen überseine Lebenszeit überhaupt nur zwei, beide aber bestimmt lautendeund einander gradezu widersprechende Angaben, beide selbst aus dergleichen Zeit, nämlich aus dem X. S. Die leidner Bibliothek besitzteine in den Jahren 913—920 angefertigte Handschrift der tkeonischenHandtafeln, welche am Rande der ßegentenliste verschiedene literär-geschichtliche Glossen aus der Zeit der ersten Niederschrift besitzt.So steht neben der Regierung des Diokletian die Bemerkung: ixitovtov 6 Tldnog HyQCMpiv , unter diesem schrieb Pappus. Dass derName hier nur mit einem n geschrieben auftritt, kann uns nichtbeirren. In der Mitte des Namens bricht nämlich die Zeile ab undmacht eine Spaltung in Ild und nog nothwendig, wobei leicht ein ttverloren gegangen sein kann, für welches in der ersten Zeile etwakein Platz mehr vorhanden war. Ausserdem ist, wenn der Mathe-matiker Pappus nicht gemeint sein wollte, kein Schriftsteller gleichenoder nur wenig abweichenden Namens aus der Zeit des Diokletianbekannt. Dieser regierte 284 bis 305, folglich wäre Pappus in dieselbeZeit zu setzen. Dem gegenüber steht unvermittelt, was Suidas , derbekannte Lexikograph, an zwei sachlich übereinstimmenden Stellensagt. Unter Theon heisst es bei ihm, er sei Zeitgenosse des Pappus,der wie er in Alexandria zu Hause gewesen sei, und Beide hättenunter der Regierung des älteren Theodosius gelebt. Unter Pappusheisst es, er habe unter der Regierung des älteren Theodosius gelebt,

') Vergl. Zeitschr. Math. Phys. XXI, Histor. liter. Abthlg. S. 70 flgg. (1876)über die Lebenszeit ^und die Handschriften des Pappus. In Bezug auf Letzterediente die Einleitung zu Hultschs Pappusausgabe als Quelle.