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Kapitel XXII.
und daraus sei zl — 4 Bücher verschrieben worden, 1 ) ist ausgesprochenworden und hat manche Wahrscheinlichkeit, nachdem es sich er-wiesen hat, dass Pappus jedenfalls zum 1., zum 5. und zum 6. Buchedes Almagestes einen Commentar verfasste, dass der zum 5. und6. Buch gehörende Tlieil sich noch erhalten hat. 2 ) Wahr ist es, dassTheon seinen Vorgänger niemals genannt hat ausser in Ueberschriften,deren Ursprung ja immer zweifelhaft ist. Mag aber Theon 100 oder einPaar Jahre nach Pappus gelebt haben, so ist dieses Schweigen gleich auf-fallend, zu derselben Zeit auch gleich einfach damit zu erklären, dassTheon den Pappus recht fleissig benutzte. Es bildet, wie uns vonphilologischer Seite versichert wird, gradezu eine Eigentümlichkeitder Commentatoren des IV. S. etwa ein wahres Plünderungssysteman älteren Schriftstellern auszuüben, welche niemals genannt werden,so dass nur in einzelnen Fällen ein glückliches Olmgefähr es möglichgemacht hat, diesen unrechtmässigen Aneignungen auf die Spur zukommen. So nehmen wir also an, Pappus habe an der Schwelle vomIII. zum IV. S. gelebt und geschrieben.
Er stand, wie wir durch Proklus wissen, 3 ) an der Spitze einerSchule. Unter den Schriften, welche er verfasste, fanden seine Be-merkungen zum Almageste mehrfache Erwähnung. Wir erinnerndaran, dass (S. 274) Eutokius auch sie unter den Schriften genannthat, welche über die Ausziehung von Quadratwurzeln zu Käthe ge-zogen werden können. Pappus selbst spricht von einem Commen-tare, welchen er zu dem Analemma des Diodorus angefertigt habe J )Von jenem Schriftsteller ist zwar auch bei Anderen wiederholt dieRede, 5 ) jedoch ohne dass dadurch sein Zeitalter oder der Inhaltseiner Schrift genauer bekannt würde; deren Titel stimmt allerdingsmit demjenigen eines Buches des Ptolemäus überein, in welchem(S. 358) von Projektionen gehandelt ist. Eine weitere schriftstellerischeLeistung des Pappus scheint ein Commentar zu den euklidischenElementen gebildet zu haben. 8 ) Diesem Commentare dürfte eineAnzahl von Bemerkungen entnommen sein, welche bei Proklussich erhalten haben, und deren eine verdient, dass wir ihrer er-wähnen.
Pappus habe, berichtet Proklus, 7 ) Einspruch gegen den Satzerhoben, dass der Winkel, der einem Rechten gleich sei, immer selbst
') So glaubt Hultsch pag. VIII, Anmerkung 3 der Praefatio, welcheden dritten Band seiner Pappusausgabe eröffnet. *) Hultsch 1. c. pag. XIV3 ) Proklus (ed. Friedlein) 429, 13. 4 ) Pappus IV, 27 (ed. Hultsch)pag. 246. 5 ) Vergl. Hultschs Praefatio zum III. Bande seiner Pappusaus-
gabe IX—XI. *) Archimed (ed. Torelli) 90 in dem Commentare des Euto-kius heisst es: tigrjtai xc« Tlänncg sls ro vnouvrjiia räv aroi^ttW. 7 ) Proklus(ed. Friedlein) 190.