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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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Kapitel XXII.

in Frage stehen. Dann geht Pappus zu dem Raume über, lehrt diearchimedischen Körper kennen und zeigt, dass bei gleicher Ober-fläche Kegel sowohl als Cylinder kleineren Rauminhaltes als Kugelnsind. Damit ist der Rückweg zur Abhandlung des Zenodorus, soweitsie auf Raumkörper sich bezieht, gewonnen, und der Beweis wird ihrnachgebildet, dass von den fünf platonischen regelmässigen Körpernbei gleicher Oberfläche stets der mehreckige den grösseren Inhalteinschliesse.

Das VI. Buch stellt sich in einer Ueberschrift die Aufgabe Auf-lösungen zu den Schwierigkeiten zu linden, welche in dem soge-nannten kleinen Astronomen, tuxgog dörgovofiovixevog, enthaltensind. Der Gegenstand, der damit gemeint ist, ist uns keineswegsneu, nur der Name begegnet uns hier zuerst, und desshalb haben wirbis hierher es aufgespart uns desselben zu bedienen. Der kleineAstronom ist nämlich eine Sammlung von Schriften, deren Studiumnach dem der Elemente des Euklid und vor dem des Almagestes desPtolemäus eingeschoben werden musste; wenn letzteres vollen Erfolghaben sollte. Ob der kleine Astronom eine endgiltig begrenzteSammlung war, ob nicht vielmehr der an sich lose Zusammenhanggestattete, bald diese bald jene kleinere Schrift aufzunehmen oderauszuschliessen, dürfte zweifelhaft sein. Der Commentar des Pappusverbreitet sich über nachfolgende Bücher, welche demgemäss zumkleinen Astronomen gehörten: Die Sphärik des Theodosius , die Ab-handlung des Autolykus über die sich drehende Kugel, die des Theo-dosius über Tag und Nacht, die des Aristarchus über Grösse undEntfernung von Sonne und Mond, die Optik des Euklid, die Phäno-mena desselben Verfassers. Ein Commentar des Menelaus zu demletztgenannten "Werke hatte zwar nach einer durch Pappus gegebenenZusage 1 ) auch noch erläutert werden sollen, doch findet sich davonin dem auf uns gekommenen Texte keine weitere Spur. Wir be-merken, dass die beiden Astronomen Autolykus und besondersAristarchus von Samos in der Geschichte ihrer Wissenschafthochbedeutsame Persönlichkeiten sind. Autolykus 2 ) lebte kurz vorEuklid um 330 etw T a, Aristarcli 3 ) ein gutes halbes Jahrhundert späterum 270. Wir bemerken ferner, dass die Erläuterungen des VI. Buches,auch wo sie auf astronomische Werke sich beziehen, ihrer grösstenMehrzahl nach geometrischer Natur sind.

Wer die Elemente des Euklid inne hat und von ihnen aus derAstronomie sich zuwenden will, bedarf, wie vorher bemerkt, desStudiums des kleinen Astronomen, bei welchem das IV. Buch ihn zuunterstützen bestimmt ist. Wer, mit den allgemeinen Elementen

') Pappus (ed. Hultsch) pag. 602, liu. 1. l ) Wolf, Geschichte derAstronomie S. 113 — 115. 3 ) Wolf, 1. c. S. 35—37.