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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Neuplatoniker. Diophautus vou Alexandria .

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brachten, heimathliclie Einflüsse, die aber jedenfalls nach Zeit undOrt weiter verfolgbar sein müssen, in eine vielleicht graue Vergangen-heit, in weiter östlich liegende Gegenden.

Der Verkehr mit diesem Osten, selbst mit dem äussersten Osten,war wenn auch kein lebhafter doch immer vorhanden. Alexandrini-sche Haudelsearavanen wagten sich nach Indien ; aber auch indischeund chinesische Gesandtschaften erschienen bei römischen Kaisern. D^rHof des Augustus, des Claudius, des Trajan , des Constantin des Grossen,des Julianus hat solche Botschafter fremdartigster Gestalt gesehen.')In II. S. n. Chr. soll Scythiauus magische Schriften aus Indien nachAlexandria gebracht haben, die dort gierig verschlungen wurden.In eben diese Zeit fällt die Gründung der neuplatonischen Schule inAlexandria durch Ammonius. Ammonius aber war der Lehrer desPlotinus, eines Aegypters, in dem nunmehr die Neigung aus denorientalischen Quellen selbst zu schöpfen so lebhaft erwachte, dasser 39 Jahre alt dem Heere sich anschloss, welches unter Gordiangegen die I’erser zu Felde zog. Die selbständige Wirksamkeit desPlotinus entfaltete sich in Rom , wo er etwa 244 als Lehrer auftratund eines grossen Zulaufs sich erfreute, bis er 270 in Campanieneiner lange dauernden Krankheit erlag.

Der Lieblingsschüler Plotins erhielt den Auftrag die Schriftendes Lehrers zu sammeln und herauszugeben. Es war der TyrierMalchus, der etwa 232 auf asiatischem Boden geboren zuerst inAthen unter einem Philosophen Longinus , der für uns kein weiteresInteresse besitzt, studirte, dann nach Rom zu Plotinus gelangte unddort den Namen Porphyrius erhielt, unter welchem er uns schonwiederholt vorgekommen ist. Porphyrius erreichte jedenfalls einhohes Alter, da er selbst von einem Vorfälle aus seinem 68. Lebens-jahre erzählt hat, und somit sicherlich erst nach 300 starb. Er warausser in Rom , wohin er am Ende seiner Laufbahn nochmals zurück-kehrte, auch in Sicilien schriftstellerisch und als Lehrer thätig. Vonseinen Schriften haben wir das Leben des Pythagoras sowie denCommentar zu der Musik des Ptolemäus als Quelle mancher werth-vollen geschichtlichen Angabe kennen gelernt. Die letztere Schriftihrem eigentlichen wissenschaftlichen Inhalte nach zu besprechenhaben wir keine Veranlassung. Wichtiger wären vielleicht für dieGeschichte der Sternkunde und ihrer Ausartungen die astrologischenAnklänge, welche bei Porphyrius vorhanden sind, welche von daan unter den Neuplatonikern nicht verhallen, von welchen aber auch

') Yergl. Reinaud, Kelations politiques et commerciales de l’empire Bornainavec l’Asie centrale im Journal Asiatique, 6. Serie, T. I (1863) und eine Notizvon Woepcke in demselben Bande pag. 458 mit Berufung auf Wilson,Vishnu Purana. London , 1840 in 4° pag. VIII und IX.