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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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391
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Die Neuplatoniker. Diopliantus von Alexandria .

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nicht besitzen. Dass Jamblichus unzweifelhaft am Anfänge desIV. S. lebte, dass von ihm genannte Persönlichkeiten, wie Thymaridas ,allerspätestens in eben diese Zeit gesetzt werden dürfen, genügt uns.Wie lange Jamblichus im IV. S. seine Thätigkeit fortsetzte, ist unsziemlich gleichgiltig.

Von den Werken des Jamblichus 1 ) kümmern uns vorzugsweiseeinige Bücher, welche zwar getrennt von einander herausgegeben wor-den sind, aber ursprünglich ein einziges Werk von 10 Büchernbildeten und den Gesammttitel: Sammlung der pythagoreischenLehren, övvayayrj rcSv itvQayoQixäv doyfidzav , führten. DasI. Buch enthielt das Leben des Pythagoras, das II. eine Einleitungin die Philosophie, des III. eine solche in die Mathematik, das IV. Er-läuterungen zu Nikomachus, das V. Physikalisches, das VI. Ethisches,das VII. theologisch-arithmetische Auseinandersetzungen, das VIII. eineMusik, das IX. eine Geometrie, das X. eine Sphärik. Die Hälfte desWerkes, das I., II., III., IV., VII. Buch haben sich erhalten' 2 ], die andereHälfte ist verloren gegangen. Verloren ist auch ein Werk überChaldäisches, aus dessen 28. Buche eine Notiz sich erhalten hat,woraus auf den grossen Umfang des Werkes ein Schluss gezogenwerden kann. An ihm dürfte die Geschichte der Wissenschaftenüberhaupt, der Mathematik insbesondere, viel eingebüsst haben, undjedenfalls reicht dessen einstmaliges Vorhandensein aus, die Glaub-würdigkeit dessen, was Jamblichus, der sich somit erwiesenermassenmit den chaldäischen Ueberlieferungen beschäftigt hatte, über denUrsprung mancher mathematischen Sätze in Babylon berichtet,wesentlich zu erhöhen. Die sonstigen vielen Schriften, welcheJamblichus mit Recht oder Unrecht beigelegt werdeu, welche theilsganz verloren, theils in Bruckstücken vorhanden sind, haben für unskeine weitere Bedeutung.

Von den 10 Büchern pythagoriiischer Lehren haben wir das IV.,welches schon mehrfach von uns ausgebeutet worden ist, dem wirz. B. das Epanthem des Thymaridas entnahmen, noch nach derRichtung hin zu prüfen, was wohl in den Erläuterungen zur Arith-metik des Nikomachus, die übrigens Nichts weniger sind als ein fort-laufender Commentar zum Texte des erklärten Werkes, erwähnens-werth sein möchte, und als älteren Schriftstellern nicht überweisbardem Jamblichus angehören könnte. Da ist freilich das Auszuzeichnendeungemein dürftig. Der Satz, dass jede Dreieckszahl mit 8 vervielfacht

') Zeller III, 2, 615, Anmerkung 2. 2 ) Buch I ist am besten von Kiessling,Leipzig, 1815, Buch II von ebendemselben, Leipzig , 1813, herausgegeben, BuchIII ist bei V illoison, Anecdota Graeca Bd. II. Venedig , 1781 abgedruckt.Buch IV gab Tennulius heraus. Arnheim , 1668, Buch VII besorgte Ast zumAbdruck. Leipzig , 1817. Ast selbst leugnete freilich noch, dass die Geoloyovfitvutijs dpi'ftfujTnoijs von Jamblichus herrühren.