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Kapitel XXIV.
anwies, bei Seite, so bleiben die beiden Alexandriner: Pappus,Diopliantus als reicher Inhalt. Beide hervorragende Geister,Mathematiker, wplche jedem Volke, jedem Jahrhunderte zur Zierdegereicht hätten, welche aber da, wo ihnen zu wirken das Geschickverlieh, einer unmittelbaren Wirkung entbehrten, entbehren mussten.Pappus stand, wie wir gesehen haben, an der Spitze einer Schule(S. 376), und von seiner geometrischen Sammlung ist bei keinemGriechen die ltede! Diophantus Name war, wie wir aus denAeusserungen von Tlieoh von Alexandria, von Johannes von Jeru-salem (S. 395) wissen, von dem Strahlenglanze algebraischen Ruhmesumschlossen, und doch ist kein griechischer Algebraiker nach ihmaufgetreten, der seine Geistesrichtung verfolgte! Vereinzelte Zuthaten,Einschiebungen von nicht immer zweifellosem Werthe in die Samm-lung des Pappus, dürftige Commeutare zu alten Arithmetiken), zuDiophantus selbst, das war Alles, wozu griechische Schriftsteller sichnoch zu erheben vermochten. Pappus und Diophantus muthen unsan, wie riesige erratische Blöcke in einer weiten Ebene. Sie bildenweit sichtbare Punkte, an denen das Auge des Beschauers haftenmuss, aber sie durchbrechen nur, sie verändern nicht die allgemeineFlachheit. Die Griechen am Ende des IV. S. waren längst nichtmehr das Volk, dem Leben gleichbedeutend war mit Fortschreitenin Kunst und Wissenschaft. Die commentirende Thätigkeit, welche,wie wir erörtert haben, eine Hauptbeschäftigung der philosophischenSekten jener Zeit bildete, schloss den Geist in die engeren Schrankendes bereits Vollendeten, statt ihm Flügel zum Ausschweifen in un-entdeckte Fernen zu verleihen. Immer tiefer sinkt griechischeMathematik herab, und gälte es nicht das Gebot der Vollständig-keit zu erfüllen, wäre es nicht historisch nothwendig zu sehen, wieeine Wissenschaft abstirbt, man schlösse am liebsten mit Diophautdie Besprechung der in griechischer Sprache geschriebenen mathe-matischen Werke.
Kapitel XXIV.
Die griechische Mathematik in ihrer Entartung.
Wir haben in den Schlusssätzen des vorigen Kapitels wohl hin-länglich entschuldigt, wesshalb wir mit Diophaut wenigstens ein Kapitelabzuschliessen für nöthig fanden. Es widerstrebte uns auf ihn nochSchriftsteller folgen zu lassen, die zwar auch noch dem Ende desIV. S. angehören, deren Einer sogar nicht unbedeutender Berühmt-heit sich erfreut, die jber doch einen gar zu grellen Abstich gegenDiophaut bieten würden.
Wir meinen zunächst Patrikius, 1 ) einen Schriftsteller, von') Th. H. Martin in dem IV. Bande der Memoires presentes prrr divers