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Kapitel XXIV.
dieselbe kurz dahin fassen, dass Pediasimus sich ganz ähnlich wiejener unbekannte Byzantiner des X. S. eng an Heron von Alexandria anscliliesst. Nur dass Jener, wie wir gesagt haben, die praktisch-feldmesserische Abhandlung über die Dioptra als Vorbild benutzte,während Pediasimus sich an die rechnende Geometrie des Heron hält,wie sie in den als Geometrie und als Geodäsie betitelten lieronischenSchriften vertreten ist. Die Anlehnung ist eine so enge, dass mit-unter Pediasimus dazu dienen kann Stellen des Heron zu erläutern.
M aximus Plauudes gehört etwa derselben Zeit an. Dieseraus Nikomedien stammende Mönch vertrat 1327 das byzantinischeKaiserreich als Mitglied einer Gesandtschaft au die Republik Venedig .Er lebte noch 1352. Sein Todesjahr ist nicht bekannt. MaximusPlauudes hat einen Commentar zu den ersten Büchern des Diopliantverfasst, der uns erhalten ist,') und als Beweis (S. 398) benutzt wurde,dass die Gestalt, in welcher ihm diese Bücher Vorlagen, in keinerWeise von der heutigen Gestalt abwich. Maximus Plauudes ist indiesem Commentar mit weiser Vorsicht Allem aus dem Wege ge-gangen, was der Erläuterung wirklich bedurft hätte, und hatsich nur bei Selbstverständlichem aufgehalten. Wir haben ferner(S. 393) der griechischen Anthologie gedacht, welche MaximusPlauudes aus früheren Sammlungen auszog, und in welcher auchalgebraische Epigramme sich vorfanden. Wir haben es jetzt miteiner Schrift zu thun, die den widerspruchsvollen Namen Marken-legung nach Art der Inder, ip)]<poqH>()ia xar ’lvdovg, führt undgemeiniglich das Rechenbuch des Maximus Plauudes 2 ) genanntwird. Der Verfasser beginnt mit den Worten: „Da die Zahl dasUnendliche umschliesst, aber eine Erkenntniss des Unendlichen nichtmöglich ist, so haben hervorragende Denker unter den Astronomeneine Methode «befunden, wie man Zahlen Heim Gebrauch übersichtlicherund genauer darstellen kann. Solcher Zeichen gibt es nur neunund zwar folgende 3 ) 12345G78 9. Man fügt auch ein andresZeichen hinzu, was Tziphra genannt wird und bei den Indern dasNichts darstellt. Auch jene neun Zeichen stammen von den Indern.Die Tziphra wird folgendermasseu geschrieben 0.“ Hier ist also zum
186G. Die allgemeinen Notizen über den Verfasser entnehmen wir der Fried-lein’schen Einleitung, in welcher die wünschenswerthen Verweisungen sich finden.') Er ist lateinisch abgedruckt in Xylanders gleichsprachiger Diophantüber-setzung. Basel , 1571. a ) Eine griechische Textausgabe hat 0. J. Gerhardtveranstaltet. Halle, 1865. Eine deutsche Uebersetzung von II. Waesclike er-schien Halle, 1878. Pie allgemeinen Notizen über Maximus Planudes entnehmenwir der Gerhardtschen Einleitung. Die deutsche Fassung einzelner Sätze istbis anf geringe Aenderungen, die wir für nüthig hielten, der Wäschke’schenUebersetzung entlehnt. 3 ) Die von Maximus Planudes gebrauchten Zeichenvergl. anf der hinten angehefteten Tafel.