Aelteste Rechenkunst und Feldmessung.
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es doch auch an wesentlichen Unterschieden nicht fehlen lässt, dieeine unmittelbare Ableitung der einen aus der anderen zur Unmög-lichkeit machen, ist seit einem halben Jahrhundert festgestellt. Schondie linksläufige Schrift der Etrusker gegenüber von der rechtsläufigender Römer deutet darauf hin, dass der Ursprung jener in eine Zeitzu setzen ist, während deren die Griechen noch nicht durch dieUebergangsperiode einer in der Richtung von Zeile zu Zeile wechselndenSchrift hindurchgegangen waren, wogegen die römische Schrift dieseVeränderung bereits voraussetzt. Die Annahme nicht unmittelbarerAbleitung aus einander findet noch Bestätigung darin, dass im römi-schen Alphabete das altgriechische Koppa als Q erhalten ist, welchesdie Etrusker nicht kennen, während umgekehrt manche Buchstabendem tuskischen Alphabet angeboren, die dem römischen fehlen.Wann das etrurische Alphabet, welches nach Tacitus 1 ) durch denKorinther Demaratus nach Italien kam, daselbst zur Einführung ge-langte, wissen wir ungefähr. Es wird zwischen 050 und 000 v. Uhr.gewesen sein. 2 ) Die Trennung des römischen Alphabetes von demgräkoitalischen Mutterstamme ist nicht zeitlich so bestimmt, dochmuss sie jedenfalls eingetreten sein, bevor die Benutzung der Buch-staben als Zahlzeichen den Griechen bekannt war, also (S. 100) vor500 v. Ohr., denn bei den Römern sind niemals nach griechischemMuster die aufeinanderfolgenden Buchstaben des Alphabetes als Zahl-zeichen venvertliet worden.' 1 ) Und dennoch sehen die ältesten Zahl-zeichen der Römer, sehen die der Etrusker Buchstaben ungemeingleich und ähneln sich unter einander so sehr (vergleiche die hintenangeheftete Tafel), dass die vorhandenen Uebereinstimmungen unmög-lich als Zufälligkeiten erklärt werden können. Zufällig erscheintvielmehr die Verwandtschaft mit den späteren römischen ZeichenT V X L G M, welche aus der Aehnliehkeit mit Buchstaben durchVolksetymologie sich in diese Buchstabenformeil selbst verwandelten,noch ein Zeichen D für 500 zwischen 0 und M und ein Zeichen (|vielleicht aus VI entstanden, für die 6 sich aneignend und C und Mmit den Anfangsbuchstaben der Wörter centum und mille ver-gleichend.
Neben der alphabetischen Reihenfolge ist auclulie Benutzung der An-fangs-Buchstaben von Zahlwörtern als Zeichen für die Zahlen begreif-lich nächstliegend, und so erscheint die Frage nicht miissig, ob viel-leicht die Buchstabenähnlichkeit der tuskischen Zahlzeichen so er-klärt werden könne? Es ist bisher den Gelehrten, welche mit etrus-