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Kapitel XXVI.
mathematischen Kenntnisse zu geben, ohne eine genauere Zeitbestim-mung daran zu knüpfen als diejenige, dass Alles vorhanden war, alsder Schreiber des Codex Arcerianus es zu Papier brachte.
Der Name Hyginus tritt mehrfach in der römischen Literaturauf. Hyginus, ein Zeitgenosse des Augustus, hat ein astronomischesWerk verfasst. Ein Militärschriftsteller Hyginus hat über die Anlagevon Lagern muthmasslich zwischen 240 und 207 gehandelt. ’) VonHeiden verschieden ist der Feldmesser Hyginus, der unter Trajan lebte und ein grösseres feldmesserisches Werk wahrscheinlich imJahre 103, im Zwischenräume zwischen den beiden dacischen Kriegenverfasste. 2 )
Auch der Name Baibus tritt mehrfach auf. Wir haben einenOberwegemeister Baibus aus der Zeit des Augustus zu nennen gehabt,dem die Aufsicht über die grosse Keichsvermessung übertragen war.Der Baibus, von welchem uns Bruchstücke überliefert sind, gehörtder trajanischen Zeit an. 3 ) Er begleitete den Kaiser auf seinemdacischen Feldzuge, und nach errungenem Siege, mithin 103 oderwenn der zweite Feldzug gemeint war spätestens 117, nach Hausezurückkehrend richtete er eine feldmesserische Schrift an einen Celsus,welcher nicht genau bekannt ist, aber den Worten des Baibus gemässeine erste Autorität des Ingenieurfaches gewesen sein muss.
Die anderen Namen MarcusJuniusNipsus,Epapliroditus,Yitruvius Rufus sind ausser in Verbindung mit den ihnen zu-geschriebenen Bruchstücken nicht näher bekannt. Den Erstgenannten,wahrscheinlich einen griechischen Freigelassenen eines Römers ausdem Hause der Junier, hat man gewichtige Gründe nicht später alsin das II. S. zu setzen. Um jene Zeit dürfte nämlich das Geschlechtder Junier erloschen sein, um jene Zeit wurde es auch Sitte 4, 5sogar 6 Namen nach einander zu führen, während Marcus JuuiusNipsus wie in guter alter Zeit nur Pränomen, Nomen und Coguomenerkennen lässt.
Fassen wir sämmtliche Schriftsteller des Codex Arcerianus zu-sammen, so lässt sich unschwer bestätigen, was wir schon vorherbehaupten durften: auch diese Feldmesser sind als Schüler des Heronvon Alexandria anzusehen, daneben vielleicht noch anderer griechischerSchriftsteller; auch sie bedienten sich des andern Buches von IleronsGeometrie, sei es im Originale, sei es in einer lateinischen Ueber-setzung, deren Vorhandensein freilich nur daraus erschlossen ist, dasses unwahrscheinlich gefunden wird, dass Feldmesser untergeordneten