Kapitel XXVI11.
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Ziehungen entstammen und die Abhängigkeit indischer Astronomieauch von alexandrinischem Wissen bestätigen, wie anderntheils einZusammenhang ältester indischer Sternkunde mit Babylon (8. 82)nicht abzuweisen sein dürfte.
Wir haben ausserordentlich wenig für uns Brauchbares demSürya Siddhänta entnehmen können, eigentlich Nichts weiter, alsdass ein griechischer Einfluss auf indische Wissenschaft damals schonmithin vor Äryabhatta feststeht. Wir haben daneben einige weitereNamen indischer Astronomen keimen gelernt. Wir lassen hierandere folgen. Von einiger Bedeutung dürften (^ridhara undBadmanäbha gewesen sein. Beide sind bei Bhäskara erwähnt, beiBrahmagupta noch nicht, haben daher vermuthlich in der Zwischen-zeit zwischen diesen Beiden gelebt. Es kommt dazu Baramädi(;vara,der (Kommentator Aryabhattas, welcher später als Bhäskara gelebthat, welchen er kennt. Ferner kommen Bhäskaras Commentatorenhinzu, wie Gangädhara, der 1420 lebte, Sftryadäsa um 1540,Ganeca um 1545, Banganätha um 1040, 1 1 ä tu a Krishna viel-leicht um dieselbe Zeit, jedenfalls nicht viel älter, und Andere. Siealle lassen uns rathlos in der wichtigsten Frage, welche wir ihnenso gern vorlegen würden, in der Krage: lind was war vorAry abhatta?
Sollen die Inder mit mathematischen Kenntnissen erst zu einerZeit vertraut geworden sein, welche später liegt als diejenige, inwelcher die N'achblüthe* alexandrinischer Wissenschatt unter Pappusund Diophant bereits zu Grabe getragen war? Es genügt die gestellteFrage von der 1 lülie der allgemeinen Bildungsstufe aus, welche das Volk derInder erreicht hat, sich wiederholt zu vergegenwärtigen, um zur Vernei-nung zu gelangen. Aber worin die älteren Kenntnisse bestanden haben,davon wissen wir ungemein wenig. Sogar wo uns in nicht-mathemati-schen Schriften Aufgaben berichtet werden, deren Alterthum kaumbezweifelbar ist, zwingt die Jugend des Berichtes zum Eingeständ-niss, dass die Methoden der Auflösung jener Aufgaben möglicher-weise um viele Jahrhunderte später entstanden oder eingeführt seinkönnen als die Aufgaben selbst. Wir haben in Rom es gesehen, dassdie Festlegung der Ostwestlinie, eine alterthiimliche Aufgabe, eingeradezu priesterliches Geschäft, bald so, bald so vorgenommenwurde; wir haben durch einen günstigen Zufall, das Bestreben einesSchriftstellers Hyginus nach Vollständigkeit, von drei Methodenoffenbar aus verschiedenen Zeiten stammend Kenntniss gewonnen;wir haben eine Datirung der drei Methoden versucht, versuchenkönnen. Wie aber, wenn Hyginus uns nur die jüngste Versuchsweisemitgetheilt hätte, wenn Vitruvius ganz darüber schwiege, würdenwir die berichtete Methode als die der ältesten Zeiten anerkennenmüssen? Vergegenwärtigen wir uns nuu noch die schon berührte