Kapitel XXXII.
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Stimmung der gemeinten Persönlichkeit beitragend, sind verschiedenerGattung. Sie können sich auf geistige oder körperliche Vorzügeoder Mängel dessen beziehen, dem sie beigelegt wurden; sie könnenvon dem Geburtsorte oder Wohnorte des Betreffenden herrühren; siekönnen eine religiöse Sekte bezeichnen, welcher er angehörte; siekönnen den Stand oder die Beschäftigungsweise der Persönlichkeitselbst oder des Vaters angeben. Wir werden durch diese Erläuterungdarauf vorbereitet, arabische Schriftsteller mit einem für unsere Ge-wohnheiten übermässig langen Namen auftreten zu sehen, aber auchdarauf, dass man um die Länge zu vermeiden sich gern nur der Bei-namen bediente. So ist in obigem Bruchstücke schon von Alhusainihn Muhammed ibn Hamid die Rede und dabei erwähnt, man nenneihn gemeiniglich Ibn Aladami. So kommt ebendort Abu Dscha'farMuhammed ibn Müsä Alchwarizrni vor, d. h. Muhammed, der Vaterdes Dscha'far, der Sohn des Müsli aus der Provinz Chwarizm, undwir werden sehen, dass Alchwarizrni der Name blieb, unter welchemdieser Schriftsteller in weiteren Kreisen bekannt wurde.
Wir kehren nach dieser Abschweifung zu der unmittelbar vorherausgesprochenen Behauptung zurück, dass 773 ein Auszug aus dem unsbekannten Werke des Brahmagupta nach Bagdad kam. Die arabischeUeberarbeitung durch Alchwarizrni muss um 820 etwa stattgetundenhaben. Aber schon vorher wurde jener Auszug von Arabern be-nutzt. Ja'küb ibn Tärik schrieb schon 777 Tafeln «lezoneu ausdem Sindhind.’) Aehnliche Tafeln fertigte Ilafs ibn 'Abdallahaus Bagdad , und Ahmed ibn 'Abdallah llabasch genannt alHäsib «= der Rechner .aus Merw stellte um 830 drei verschiedeneastronomische Tafeln her, eine nach arabischen Beobachtungen, einenach den Lehren der Perser, eine nach den Methoden der luder.*)Auf ein noch späteres Datum weisen nach indischer Methode be-rechnete Tafeln des Abü’l 'Abbäs Fadl ibn Hätiin aus Nairiz inPersien 3 ) um 900 und die Perlenschnur des Ibn Aladami aus dergleichen Zeit. Ob jedoch alle diese Anwendungen indischer Methodenauf der einmaligen Einführung im Jahre 773 beruhten, ob spätereVerbindungen zwischen arabischen und indischen Gelehrten vorhandenwaren, wenn wir von den Reisen absehen, welche Mas'üdi (f 956)und Albirüni (j 1038) in Indien machten und ausführlich be-schrieben haben, ob schon vor 773, damals als Muhammed ibn Käsimunter dem Omaijaden Welid I., 705 bis 715, bis an den Indus vor-drang, 4 ) indische Wissenschaft in mündlicher Uebertragung zu den
') Hankel S. 230—231. *) Abulpharagius, Historia dynast. ed. l’ococke.Oxford , 1663, pag. 161 der lateinischen Uebersetzung. Vergl. auch CauBsinin den Anmerkungen zu den Häkimitischen Tafeln des Ibn Junis. Notices etextraits de manuscrits de la Bibliothcque nationale VII, 98, Anmerkung 2 .3 ) Notices et extraits etc. VII, 118, Anmerkung 2. ') We 1 1 S. 97. Woepcke