Einleitendes. Arabische Uebersetzer.
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Arabern gelangt war, das sind Fragen, zu deren Bejahung wirfreilich keinen überlieferten Anhaltspunkt haben, deren vollständigeVerneinung aber uns fast noch kühner erscheinen möchte.
Ungleich gesicherter ist jedenfalls die Art und Weise, in welchergriechische Wissenschaft in sich wiederholenden Wellen den arabischen Boden durchtränkte. Ganz Syrien in den gebildeten vorzugsweisechristlichen Kreisen ist fast als griechische Kolonie zu denken.Aus der Schule von Antiochia ging jener Nestorius hervor, welcher42S—431 Patriarch von Konstantinopel war, und dessen Anhängerseine Heimathsgenossen waren und bis auf den heutigen Tag ge-blieben sind, ln Emesa und Edessa waren nestorianische Schulen,in welchen man nicht aufgehört hatte, Hippokrates und Aristoteles zu studiren. Als dann bei der Amtsentsetzung des Nestorius wegenseiner als ketzerisch verurtheilten Ansichten diese Anstalten in eineArt von Verruf kamen und die zu Edessa 489 ganz aufhörte, da ver-schwand das Studium griechischer Medizin nicht etwa ganz, es zogsich nur weiter zurück nach Dschundaisübür in der Provinz Cluizistän,wie wir (S. 595) gelegentlich gesagt haben. Die spätere Omaijaden -Besidenz selbst, Damaskus , besass unter ihren Einwohnern Männervon griechischer Herkunft und griechischer Bildung. Damascius vonDamaskus (S. 426) stand um 510 an der Spitze der athenischenHochschule, entsprechend wie Johannes von Damaskus in der zweitenHälfte des VIII. S. Vertreter griechischer Denkungsart in der Hcimathwar. Auch in Persien fehlte es keineswegs neben alten an neuerenBeziehungen zu Griechenland . Der Hof jenes Sasaniden, Chosrau 1.Anöscharwän war, woran wir eben (S. 597) erinnert haben, von531 bis 533 etwa die Zufluchtsstätte der aus Athen vertriebenenletzten Peripatetiker gewesen, und wenn dieselben auch der Ileimathsich wieder zuwandten, sobald der Friedensvertrag von 533 es ihnengestattete, die Samen, welche sie einmal ausgestreut hatten, gingendoch nicht alle in der fremden Erde zu Grunde. So war also, alsdurch Verhältnisse, auf die wir aufmerksam gemacht haben, eineNeigung der Chalifen erwachte, Schriftsteller anderer Völker inarabischer Sprache kennen zu lernen, an Männern kein Mangel,welche Griechisches aus schon vorhandenen syrischen und persischenUebersetzungen, aber auch aus der Ursprache zu übertragen imStande waren.
Die ersten griechischen Mathematiker, welche den Arabernmundgerecht gemacht wurden, waren Ptolemäus und Euklid .
Für beide werden wir auf die Iiegierungszeit Arraschids ver-