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Kapitel XXXII.
wiesen, dessen Wezir .Jahjä ihn Chälid der Barmekide die grosseZusammenstellung übersetzen liess. Der erste Versuch scheint jedochnicht von sonderlichem Erfolge begleitet gewesen zu sein. Vielleichtentstammt ihm die sprachwidrige Verbindung des arabischen Artikelsal mit dem griechischen Superlativ fieyiart], welche in dein Worte Al-Mid-schisti (Almagest) ein höchst ungerechtfertigtes, aber durch die langeDauer des Besitzes unantastbar gewordenes Bürgerrecht erlangte. Er-neuerte Durchsicht und Verbesserung dieser Uebersetzung erfolgte nochunter desselben Clialifen Regierung durch Abu Hasan und Salm an,dann durch Haddschädsch ibn Jüsuf ihn Matar, welcherLetztere auch als erster Uebersetzer der euklidischen Elemente ge-nannt wird. Euklid scheint er sogar zweimal, zuerst unter Arraschid,dann unter Almamfln, vorgenommen zu haben, da von den beidenBearbeitungen unter den Namen jener Clialifen die Rede ist als voneiner hariinisehen und einer mamünischen.
Wir stellen uns keineswegs die Aufgabe alle arabischen Ueber-setzer zu nennen, oder die griechischen Schriftsteller über Mathe-matik sämmtlich anzugeben, welche von jenen übersetzt worden sind.Die Einen wie die Anderen dürften nicht einmal alle bekannt sein,selbst für solche, welche mit dem gediegensten Eiuzelwissen an dieUntersuchung dieses Gegenstandes herangetreten sind. Die Anzahlder noch nicht katalogisirten oder ungenügend beschriebenen, jeden-falls von Mathematikern Von Fach noch nicht durchgeseheneuarabischen Handschriften, welche auf unsere Wissenschaft sich be-ziehen, in Bibliotheken des Ostens wie des Westens — wir nenneninsbesondere die reichhaltigen spanischen Sammlungen — ist eineungemein grosse und verbietet dadurch jedes abschliessende Wort,mag es um Uebersetzer oder um Originalschriftsteller sich handeln.Nur einige wenige Uebersetzer sind unter allen Umständen zu er-wähnen.
llunain ibn Ishäk mit dem ausführlichen Namen AbuZaid Hunain ibn Ishäk ibn Sulaimän al 'Jbädi’) gehörte demchristlichen arabischen Stamme der Mbäd au. Er kam schon mitguter Vorbildung nach Bagdad , machte daun Reisen in die griechi-schen Städte, wo er deren Sprache sich aneignete, und kehrte überAl-Basra , wo er sich noch im Arabischen vervollkommnete, nachBagdad zurück. .Jetzt begab er sich an die Uebersetzung einerganzen Reihe griechischer Naturforscher und Philosophen, auch desPtolemäus, dessen Almagest er bearbeitete. Andere Schriftsteller
*) Wüstenfeld, Geschichte der arabischen Aerzte und NaturforscherS. 26, Nro. 69. Wenrich 1. c. pag. 228 glaubte fälschlich die Almagestüber-setzung dem hier gleich folgenden Ishäk ibn Hunain zuschreiben zumüssen. Vergl. Steinschneider in der Zeitschr. Math. Pliys. X, 469, An-merkung 2.