Einleitendes. Arabische Uebersetzer.
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läge des letzten Uebersetzers bildete, dass also nothweudigerweiseder betreffende griechische Schriftsteller als einer von. denen be-trachtet werden muss, deren Werke auf arabische Mathematik Ein-fluss üben konnten. So müssen beispielsweise die Arbeiten desZenodorus den Arabern bekannt gewesen sein, weil in einerlateinischen Abhandlung über die isoperimetrische Aufgabe, welchehandschriftlich in Basel vorhanden ist,') der Name Archimenidesvorkommt.
Von anderen Schriftstellern, welche den Arabern bekannt waren,neunen wir neben Jamblichus und Porphyrius , deren Studium beiden Syrern niemals aufgehört hat, insbesondere Nikomachus,'-) dessenarabische Quellen selbst gedenken. Ebenso dürfen wir eine Be-kanntschaft mit Pappus vermuthen, da Pappus der Rumäer dochwohl nur irrthümlich statt der Alexaudriner gesagt ist.
Die Uebersetzungsthätigkeit war auch von einer vielfach com-mentirenden begleitet, auf die wir aber, da sie immerhin einige An-sprüche an das Selbstdenken des C'ommentators erhebt, bei denOrigiualarbeiten zu reden kommen. Wir haben, bevor wir diesenuns zuwenden, nur eine Bemerkung noch zu machen.
Die Schriftsteller, von welchen als Uebersetzern seither die Redewar, gehörten säuimtlich dem Morgenlande au. Das Morgenlandwar es aber nicht allein, welches der Islam sich unterwarf, inwelchem arabisch gesprochen und arabisch gelehrt wurde, und wennwir gelten lassen, was für die früheren Abschnitte unsere Richtschnurbildete, dass es wesentlich auf die Sprache ankoinmt, nicht auf dasörtliche Beisammenwohnen, um die Zugehörigkeit zu einem Kultur-verbande zu Stande zu bringen, so werden wir neben den Ost-arabern auch Westaraber berücksichtigen müssen, welcher letztereName für die arabisch redenden Bewohner der afrikanischen Nord-küste, Spaniens und Siciliens in Anspruch genommen wird.
Längs der afrikanischen Küste 3 ) verbreitete sich der Islam unterder Regierung Welid I., 70f)—717, vornehmlich durch die Tapferkeitzweier Feldherrn, des Müsä und des Tärik. Letzterer war es auch,der sein Waffenglück Uber das Mittelmeer hinübertrug und iui Mai711 auf spanischem Boden jene steile Höhe besetzte, die nach ihmTäriks Höhe, Dschebel Tärik, Gibraltar genannt ist. Von diesemfesten Punkte aus wurde Spanien bald zum grössten Tlieile unter-worfen. Aber die grosse Entfernung von der Chalifenliauptstadtgab dem Emir, d. h. dem Befehlshaber von Spanien , die Gelegenheitsich selbständiger zu gehaben, als Statthalter der' näher gelegenen
') In dem Sammelbande P. II. 33 der basier Stadtbibliothek. *) Zeitschr.Math. Phys. X, 463, Anmerkung 34 über Nikomachus und aut derselben Seiteim Texte: Pappus der Rumäer. •’) Weil S. 97 (igg.