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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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607
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Arabische Zahlzeichen. Muhammed ihn Musi Alchwarizmi. (J()7

arabischen Gelehrten selbst diesem Aussehen nach den Namen einergestützten säulenartigen Schritt erhalten hat, sind nur geringeUeberreste vorhanden. Ob Zahlzeichen darunter Vorkommen, ist unsnicht bekannt. Eine neue Schrift, welche zunächst dazu angewandtwurde den Koran zu schreiben, entwickelte sich um die Mitte desVII. S. Die Schreibkunst gelangte bei diesem heiligen Zwecke baldzu höherem Range, gewerbsmässige Abschreiber bildeten sich aus,und da diese besonders zahlreich und geschickt in dem 039 amEuphrat erbauten Al-Küfa auftreten, so erhielt die Schrift den Namender kritischen. Am Anfänge des X. S. veränderte sich diese dochimmer noch grobe und rohe Schrift, welche man mit einem Stifteoder einer ungespaltenen Röhre zu schreiben pflegte, besonders unterdem Einflüsse des 940 verstorbenen Wezirs lbn Mukla zu jenerflüchtigen, abgerundeten Ourrentschrift, welche heute noch im Orientedient und in Druckwerken nachgeahmt wird. Sie führt den NamenNes-clnschrift oder Schrift der Abschreiber, und w'urde, seit mansich gespaltener Rohrfedern zu ihrer Darstellung bediente, immerfeiner und eleganter. Schreibküustler wie lbn Bauwäb (f 1032), wieder berühmte Jäküt (f 1221) glänzten. Spanien bewahrte seineneigenen Schriftzug, der sich bis jetzt in Westafrika , in dem soge-nannten Magrib, erhalten hat; er ist von einer alterthiimlichenSteifheit und Ungefälligkeit.')

Die Buchstaben des arabischen Alphabetes waren ursprünglichnach Reihenfolge und Aussprache wohl übereinstimmend mit den22 Lauten, welche auch anderen semitischen Alphabeten angeborenund diese ältere Anordnung führt den Namen Abudsched durch Ver-bindung der drei ersten Laute, w'ie man Abece und Alphabet sagt.Als die Nes-clncharaktere sich bildeten, verliess man die alteReihenfolge, um die Buchstaben nach ihrem Aussehen zu ordnen,d. h. so, dass die einander ähnlichen Schriftzeichen neben einandergestellt wurden.

Dass die Schreibart der Zahlen bei den vielfachen Ver-änderungen der ganzen Schrift sich nicht gleich bleiben konnte, istnicht mehr als natürlich. Vor Allem liebten es die Araber die Zahl-wörter selbst vollständig zu schreiben, eine Methode, wenn man dasMethode nennen darf, welche selbst in einem Lehrbuche der Rechen-kunst noch beibehalten ist, das zwischen 1010 und 1016 in Bagdad verfasst wurde. -’)

Aus ihr wohl entstanden die einem arabisch-persischen Wörterbucheentnommenen sogenannten Diwüniziffern, welche nur abgekürzteZahlwörter sein sollen. 3 ) Am klarsten stelle sich dieses durch den Um-

■) Kremer II, 314. 2 ) Käfi fil Hisub des Abu Bekr Mohammed ben

Alhusein Alkarklü, deutsch von Ad. llochheim. Halle, 1878. s ) Silv. de Sacy,Grammaire arabe 1, 70, Note a und Tabelle VIII.