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Kapitel XXXIII.
staut! heraus, dass iu Zahlen, die aus Hunderten, Zehnern undEinern bestehen, die Einer zwischen den Hunderten und Zehnernihren Platz finden, wie es in der Aussprache auch sei (S. 51(3).
Ausserdem bedienten sich die Araber ihrer in der ReihenfolgeAbudsched geordneten Buchstaben in derselben Weise wie die übrigenSemiten um die Zahlen von 1 bis 400 darzustellen. Freilich ist diegenannte Reihenfolge nicht aller Orten ganz streng festgehaltenworden. Der gleiche Buchstabe, der iu Bagdad 90 bedeutete, hatteim nördlichen Afrika den Werth (30, 300 wechselte an eben diesenOrten mit 1000 u. s. w., 1 ) und man hat daraus den Schluss gezogen,diese von den Arabern als wesentlich arabisch bezeichnete Darstel-lungsweise der hurüf aldschummal, d. h. der Zahlenwerthe der Buch-staben nach ihrer alten Reihenfolge, könne erst entstanden sein, nach-dem Afrika islamisirt war, also nach 715. Damit stimmt auch eineNotiz überein, 2 ) w'elche dem Chalifen Welid I., unter dessen Regie-rung jene Ausbreitung nach Westen erfolgte, das Verbot nacher-ziihlt in die öffentlichen, wie wir uns erinnern, meist von Christengeführten Bücher griechische Einträge zu machen mit Ausnahme derZahlen, weil arabisch eins, oder zwei, oder drei, oder acht ein halbnicht geschrieben werden könne. Eine Ausnahme, welche natürlichnur so gedeutet werden kann, dass damals um 700 die Bezeichnungder Zahlen in abgekürzter Buchstabennotation anders als mit griechi-schen Buchstaben noch nicht stattfand. Die Schwierigkeit Hundertevon 500 au zu bezeichnen, scheint man anfänglich ähnlich über-wunden zu haben, wie zum Theil bei den Hebräern (S. 105) durchgleichzeitige additive Benutzung von zwei oder gar drei Buchstaben.Später, vielleicht erst vom XI. S. an, :l ) ersann man ein neues Mittel.Wie nämlich im Hebräischen gewisse Buchstaben existiren, welchein zweierlei Aussprache mit und ohne Aspiration vorhanden sind, sogibt es auch im Arabischen sechs Charaktere von doppelter Lautbe-deutuug. Man unterscheidet dieselbe durch Punkte, welche desshalbdiakritische Punkte genannt werden. Diese sechs neuen punktirtenarabischen Buchstaben wurden nun den 22 schon vorhandenen bei-gefügt und lieferten in dieser Weise nicht nur Zeichen für dieHunderte ,')00 bis 900, sondern, da jetzt ein Zeichen überschüssigwar, auch noch iür 1000. Die Vereinigung mehrerer Buchstaben zuZahlen geschah nach dem Gesetze der Reihenfolge linksläufig, wie esdie Schrift morgenländischer Völker mit sich brachte.
So war für das Volksbediirfniss, für das Schreiben und Lesenvon Zahlen im fortlaufenden Texte ausreichend gesorgt, insbesondere
') Woepcke im Journal Asiatique vom 1. Halbjahr 1863 pag. 463, Note 1uml 464. *) Theophaues, ühronograpltia (ed. Franc. Combefish Paris,
1655, pag. 314. 3 ) tiih. Je Suey, Clrammaire arube I, 74, Note b.