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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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Kapitel XXXIV.

stammt die sogenannte Gärtnerconstruction der Ellipse mittels einesan zwei Punkten festgehaltenen und durch einen Stift gespanntenFadens gemäss dem Berichte eines Arabers Alsidschzi, welcher zuEnde des X. S. lebte und, selbst Mathematiker von Bedeutung, amSchlüsse dieses Kapitels uns beschäftigen wird. Eine geometrischeSchrift der drei Brüder ist in mittelalterlicher lateinischer Ueber-setzuug auf uns gekommen.') Sie führt den Titel Liber triumfratrum de geometria und beginnt mit den Worten: „Verba filiorumMoysi, filii Schiae, id est Mahumeti Hameti et Iiason“ oder nachanderer Lesart in einem zweiten Codex „Verba filiorum Moysi, filiiSchäker, Mahumeti Hameti Hasen“ und darnach ist die Bezeichnungder drei Brüder, beziehungsweise der drei Söhne des Müsä ibnSchäkir geworden, unter welcher die Verfasser genannt zu werdenpflegen. Es geht aus den bisher im Drucke veröffentlichten Aus-zügen hervor, dass mannigfach Interessantes dort zu finden ist. Vor-zugsweise die heronische Formel für die Dreiecksfiiiche aus den dreiSeiten hat die Aufmerksamkeit eines Forschers auf sich gezogen,der den Beweis obwohl einigeriuassen von dem lieronischen verschie-den doch als abhängig von demselben erkannte und insbesondereaus dem Buchstaben, mit welchem die Eckpunkte der Figur bezeichnetsind, den Nachweis führte, dass diese Figur einem griechischenMuster nachgebildet sein müsse, so eine vielfach mit Erfolg anwend-bare (S. 621) neue kritische Methode zur Ermittelung des Ursprungsmathematischer Untersuchungen erfindend. Vielleicht war es Mu-liammed, der älteste der drei Brüder, welcher die Kenntniss desheronischen Satzes nach Bagdad brachte, während allerdings andereheronische Schriften schon zu Alchwarizmis Zeiten, wie wir ausmanchen bei diesem auftretendeu Dingen schliessen durften, bekanntgewesen sein mögen. Jedenfalls weiss man von einer lteise nachden griechischen Gebieten, welche jener machte, und dass es auf derRückkehr von dieser Reise war, dass er Täbit ibn Kurra kennenlernte, welchen er aufforderte ihn nach Bagdad zu begleiten, und sokam auch dieser Letztere an den Chalifenhof, und wurde in dasAstronomencollegium Almutadids aufgenommen.

Von dem Leben (836—901) und der reichen Uebersetzungsthätig-keit des gelehrten Täbit ibn Kurra haben wir (S. 603) ge-sprochen. Wir haben es jetzt mit ihm als Originalschrifsteller zuthun, und da finden wir eine Abhandlung von ihm, welche unsere Auf-

') Vergl. Hultsch in der Zeitschr. Math. Phys. IX, 241—242 und 247 indem Aufsatze „Der heronische Lehrsatz über die Fläche des Dreiecks als Funk-tion der drei Seiten“ und Jahresbericht über Mathematik im Alterthum für1878—79 von Max Curtze. Ein von Ebendiesem besorgter Abdruck des Buchesin den Nova Acta der Leop. Car. Akademie ist bei der Druckgebung diesesBandes noch nicht erschienen.