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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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641
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Die Mathematiker unter den Abbasiden . Die Geometer unter den Bujiden. 04]

erworben. Von ihm rührt eine Methode von Berechnung vonSinustafeln her, 1 ) welche den Sinus des Winkels von -i Grade

mit einer Genauigkeit liefert, welche sich bis zur Einheit der9. Decimale erstreckt. Er geht aus von der Vergleichung sin (ß-f- ß)— sin u < sin « — sin (ß — ß). Er beweist dieselbe nicht, aber esist einleuchtend, dass sie Giltigkeit hat, sofern die Winkel u — ß, «,« -f- ß sämmtlich dem ersten Kreisquadranten angehören, weil sofern0 < cos ß < 1 aus sin (u —(— /3) —(— sin (ß — ß) — 2 . sin a . cos ßsofort sin (« + ß) -f- sin (« — ß) < 2 sin a und daraus jene Ver-gleichung hervorgeht. Setzt man die Vergleichung nach rechts wienach links fort, so erhält man:

sin (ß 3/3) — sin (« + 2ß) < sin (ß -}- 2/3) — sin (« + ß) < sin(ß -(- ß) — sin a < sin u — sin (ß — ß) < sin (ß — ß) — sin (ß — 2ß)< sin (ß — 2ß) — sin (ß — 3/3)

und daraus:

sin(ß-(-3/3) — sin(ß-f-2/3) < sin (ß —(- /3) — sinß < siuß — sin(ß — ß)sin (ß + 2/3) — sin (a + /3) < sin (ß -f- ß)— sin a < sin (ß— ß) —sin(ß— 2ß)sin(ß-|-/3) —sin ß =sin(ß-|-/3) —siiiß<siu(ß —2/3)—sinfß—3/3)

Addirt man die drei Formeln so entsteht: sin (u -f- 3/3) — sin u< 3 [sin (ß ß) — sin ß] < sin u — sin (ß — 3/3) oder endlich

2 [sin (ß + 3/3) — sin ß] <sin (ß-f-/3) — sin ß < i [sin u — sin (ß — 3/3)]

Nun kann man sin 30° und sin 60° durch Quadratwurzelausziehung

in beliebiger Genauigkeit finden und durch Quadratwurzelausziehung,

die weiter jeden beliebigen Grad von Genauigkeit gestattet, auch zu

den Sinussen der stets lialbirten Winkel gelangen. So kommt man

, O- 36« , 60« .18« , . 15«

zu den Sinussen von — und von oder zu sm — und sm „ ,o4 Iäo 32 32 7

16 °

zwischen denen sin — - sin 30' enthalten sein muss. Nun setzt

150 10

man « = , ß = ^ so nimmt die letzterhaltene Vergleichung die

32

Gestalt an: ~ J^sin — sin ^°] < sin 30' — sin ?|° < | j^sin 15°

.Sill

r]-

120

3J

/ . 12®

Ausser sin 30' ist darin nur noch sin -- unbekannt,

welches aber auch mit beliebiger Genauigkeit berechnet werden kann

12

vermöge „ , ■

12 = 4 /i» _ 15 \32 • \:i> 32/

und somit ist eine neue fortlaufende

Ungleichung

') Woepcke im Journal Asiatique für April und Mai 1860 pag. 298—299.Cantob, Geschichte der Mathem. I. 41