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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Klostergelehrsamkeit bis zum Ausgange des X. Jahrhunderts.

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Beziehung an die Vorgänger des Isidorus erinnernd. Die grosseMenge, auch der berühmten Gelehrten, 'wusste von diesen Theilender Mathematik wenig mehr als einige Wort- und Sacherklärungenund musste es dabei bewenden lassen. Auch Isidorus macht hierinkeinerlei Ausnahme.

Das war, wie wir schon gesagt haben, das Werk, welches fürlange Zeit die eine Hauptquelle des Wissens bildete, aus welcher dieNachkommen schöpften, während die Werke des Martianus Capella ,des Cassiodorius Senator in den Hintergrund traten und nur Maerobiusund Boethius einer Gunst sich erfreuten, welche dem Einen für seinegrössere Selbständigkeit, dem Anderen für seine grössere Ausführlich-keit in der That gebührte.

Mehr vielleicht als durch seine Schriften machte sich Isidorusdurch seine Fürsorge für den Unterricht verdient. Die Regel desheiligen Benedict von Nursia hatte die Aufnahme von Kindern alsKlosterzöglingen vorgesehen und Klosterschulen zum Bedürfnisse ge-macht. Isidorus stiftete seit seiner Erhebung zum Bischöfe gleich-falls eine Art von Schule, in welcher die nothwendigsten Lehrgegen-stände eingeübt wurden.

Etwa ein Jahrhundert nach der Geburt von Isidorus von Sevillaerblickte der Mann das Licht der Welt, zu welchem wir uns jetzt zuwenden haben, und der uns nach dem fernsten Norden von Europa führen wird: Beda, genannt der Ehrwürdige, veuerabilis.') Die Ge-schichte dieses Mannes und seiner folgereichen Leistungen ist so un-trennbar mit der Geschichte der Bekehrung der britischen Inseln ver-bunden, dass wir nothwendig etwas weiter ausholen und bei diesereinen Augenblick verweilen müssen.

Irland Mar schon in der ersten Hälfte des V. S. von Gallien ausbekehrt worden. Klöster entstanden dort, in welchen geistliche undweltliche Schriftsteller, lateinische sowohl als griechische, zum Gegen-stände des Studiums gemacht wurden. Dazu gehörte besonders dasKloster Bangor , von welchem in der zweiten Hälfte des VI. S. derheilige Columban auszog neue Klöster an verschiedenen Ortengründend, so das Kloster Luxeuil in Burgund, so Bobbio in Ober-italien , wo er selbst 015 starb. Andere irische Mönche zogen die-selbe Heerstrasse des Glaubens durch Jahrhunderte hindurch. DieKlöster, welche von Columban, von seinen Landsleuten Gallus,Pirmin und Anderen in Deutschland, in der Schweiz, in Norditalien eingerichtet tvorden waren, erhielten so immer frischen Zuzug, und

') Karl Werner, Beda der Ehrwürdige und seine Zeit. Wien , 1875.Vergl. daneben auch die Vorreden von Giles zu dem 1. und VI. Bande seinerAusgabe vou Bedas Werken: Venerabilis Bedae opera quae supersunt omnia.London , 1843. 12 Bände 8°.

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