VI
Vorwort.
nach Paris gekommen sind, und welche die Bezeichnung Ash. 2038und 2037 führen.
S. 449 kommt erstmalig der von Tartaglia in der SchreibartRichard Yentuorthe bezeichnete Engländer vor, der sein wissen-schaftlicher Vertrauter gewesen sein soll. H. Max Curtze, in demZweifel an Tartaglia’s Wahrhaftigkeit mich wo möglich noch über-bietend, warf gelegentlich in einem Briefe an mich die Frage auf,ob überhaupt ein solcher Wentworth, oder wie er sich nun schreibenmag, thatsächlich gelebt habe? Es wäre eine Aufgabe für englischeLeser dieses Bandes, die erforderlichen Nachforschungen anzustellen.
S. 487—488 ist Tartaglia’s richtige Auflösung einer Maximal-aufgabe angegeben und dabei berichtet, Tartaglia behaupte, der Grunddieser Auflösung hänge von der „neuen Algebra“ ab. Mir war esnicht gelungen, sein Verfahren nachzuerfinden.
Glücklicher war vielleicht H. Hermann Reuter, Zahlmeisterim Pommerschen Pionier-Bataillon Nr. 2 in Thorn. Die Aufgabe gehtdahin, eine Länge ab in zwei Theile ah, kb derart zu zerlegen, dassdie beiden Theile mit einander und überdies mit ihrer Differenz ver-vielfacht das grösstraögliche Produkt hervorbringen. H. Reuter geht
nun erstlich davon aus, dass Tar-taglia immer bestrebt war, denGlauben hervorzurufen, er besitzeeine „neue Algebra“, was that-sächlich auf Unwahrheit beruhte,zweitens davon, dass Tartaglia eingewandter Geometer war, der sichmit Glück mit dem Einzeichnenvon Quadraten und Rechtecken,deren Seiten im Verhältnisse von 1 zu 2 standen, in andere Figurenbeschäftigte. Daraus zieht II. Reuter den Schluss, Tartaglia werdeauch hier ein geometrisches Verfahren eingeschlagen haben, beiwelchem es sich um Einzeichnung von Figuren und um ein Rechteckvon den genannten Abmessungen handelte.
Sei ab cd jenes Recht-
eck, d. h. ab = a und ad — tt • In abcd ist ein Halbkreis afilb
eingezeichnet. Dessen Mittelpunkt e ist mit dem Eckpunkte d desRechtecks geradlinig verbunden. Durch den Durchschnittspunkt /'von cd mit dem Halbkreise ist hg || ad gezogen. Dann ist die hegezogen und durch deren Durchschnittspunkt i mit dem Halbkreisedie ik || ad, so ist k der gesuchte Theilungspunkt der ab. H. Reuterführt den doppelten Beweis, dass dieser Punkt k die von Tartagliaangesehene Entfernung vom Punkte a besitze und dass er das Pro-dukt akkb ■ (kb — ak) zu einem Maximum mache. Ist ab—a, sokommt in der Figur