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Zweiter Band. Von 1200-1668. Zweiter Teilband. Von 1550-1668.
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699
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Erfindung von Methoden. Wahrscheinlichkeitsrechn. Kettenbrüche u. s. w. 699

Wie Lord Brouncker diese Umwandlung vollzogen hat, ist nicht be-kannt.

Ein von Wallis gegebener Beweisest derart gekünstelt, dass mauunmöglich annehmen kann, die Erfindung sei auf einem ihm ent-sprechenden Wege gemacht worden. 1 )

Auch Christian Huygens nimmt in der Geschichte der Ketten-brüche einen ehrenvollen Platz ein, aber was er auf diesem Gebieteleistete, ist erst in seiner Descriptio automati planetarii 1703 ver-öffentlicht worden und entzieht sich dadurch unserer Besprechung.

Wir haben zugesagt, auf Schwenters Mathematische Erquick-stunden zurückzukommen; wir haben früher eine Besprechung ge-wisser Aufgabensammlungen in Aussicht gestellt. Beide Zusagenwerden gemeinsam erfüllt.

Dass in allen Werken, welche der Arithmetik und der Algebra,so weit sie in den einzelnen Zeiträumen schon vorhanden gewesenist, gewidmet waren, stets ein Hauptgewicht auf zahlreiche Beispielegelegt wurde, zeigt ein Blick in die Geschichte fast jedes Jahrhunderts,von welchem in diesem Bande die Rede war, und um so deutlicher,je weiter man gegen rückwärts blättert. Im XV. Jahrhunderte wurdenbesondere Sammlungen von Aufgaben angelegt, wie die aus Pamiersund die, welche dem Triparty folgt (S. 330). Anderwärts fand diesesBeispiel noch keine Nachahmung, noch weniger aber begnügte mansich mit der alten Form der Lehrbücher, welche man fast beschreibenkönnte als Aufgaben mit darangeknüpften Erörterungen. Je mehrdie Theorie sich vordrängte, um so mehr wurden die Lehrbücher zuErörterungen mit als Beispiele dienenden Aufgaben. Im XVII. Jahr-hunderte spaltete sich vollends das bisher Verbundene. Das Lehr-buch warf die Menge der Aufgaben als einen nicht an und für sich,aber für das Lehrbuch unnützen Ballast bei Seite und dafür erschienenwieder eigene Sammlungen von Aufgaben, in denen die Theorie kaumvorgetragen war, und die ihr Bestreben darauf richteten, die Auf-gaben recht anmuthig und ergötzlich zu gestalten, den Lesern dieseEigenschaft auch im Titel so verlockend als möglich anzupreisen.

Der erste Schriftsteller, welcher dieses bald von Anderen befolgteBeispiel gab, war ein Franzose Claude Gaspard Buchet de Mezi-riac, der Herausgeber des Diophant im griechischen Urtexte (S.603),welcher 1612 seine Problemes plaisants et delectables qui se font parIcs nombres dem Drucke übergab. Diesen folgte erst der Diophant1621 und eine zweite Ausgabe der Problemes plaisants 1624. Vonderen ersten Ausgabe scheint kein einziges Exemplar mehr nach-weisbar zu sein. Auch Exemplare der zweiten Auflage gehören zuden grössten Seltenheiten französischer Büchersammlungen, und es

Reiff, Geschichte der unendlichen Reihen (Tübingen 1889) S. 14.