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Zweiter Band. Von 1200-1668. Zweiter Teilband. Von 1550-1668.
Entstehung
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Kapitel LXXVI.

gaben beziehen sieh z. B. auf die Einbeschreibung von Quadraten undRechtecken in gegebene Dreiecke, Aufgaben also, welche seit Heronvon Alexandria (Bd. I, S. 327 und 624) Mathematiker der verschie-densten Zeiten beschäftigt haben. Billy stand auch mit Fermat inBriefwechsel über zahlentheoretische Gegenstände. Die schon oft vonuns erwähnte Diophantausgabe von 1670 enthält als Einleitung eineSchrift Billys Dodrinae analyticae inventum novum, welche aberdurch die Zusatzbemerkung zu dem Titel ex variis epistolis quas adeum diversis temporibus misit D. P. de Fermat Senator Tolosanns,mag sie von Billy herrühren oder von dem jüngeren Fermat beigefügtsein, jedenfalls kundgiebt, dass man Fermat mit grösserem Rechte alsBilly als den Verfasser zu nennen hätte. Das Inventum novum be-schäftigt sich mit sogenannten doppelten und dreifachen Glei-chungen, d. h. mit der Auffindung von ganzen Zahlen, welche zweioder drei Ausdrücke, in denen sie Vorkommen, zu vollständigenQuadraten machen. Doppelte Gleichungen in diesem Sinne des Worteshatte Diophant bereits, dreifache noch nicht.

Neben diesen Schriftstellern über Zahlentheorie nannten wir auverschiedenen Stellen gelegentlich und nennen wir jetzt wiederholtzwei Mittelpersonen wissenschaftlichen Verkehrs, deren weit ver-zweigter Briefwechsel ungefähr die wissenschaftlichen Zeitschriftenspäterer Zeit ersetzte, wenn auch ungenügend ersetzte, da es vielfachvom Zufalle, von der grösseren oder geringeren Mittheilungslust, vonfreundschaftlichen oder feindseligen Gesinnungen, von räumlichemBeisammensein oder augenblicklichen Entfernungen dieser oder jenerPersönlichkeit abhing, ob die gemeldete Neuigkeit zur rechten Zeitan die rechte Bestimmung gelangte. Genug, es gab damals nursolchen Briefverkehr, auch die Druckgabe von Akademieschriften fällterst in das Ende des XVII. Jahrhunderts und noch später. Die Per-sonen, welche wir meinen, sind Peter von Carcavy und PaterMersenne in Frankreich . Von Carcavy haben wir (S. 692) dasNöthige mitgetheilt. Pater Marie Mersenne 1 ) (1588 — 1648) gehörtedem Minoriteuorden an und lebte in den Klöstern seines Ordens inParis, Nevers, dann wueder in Paris . Er machte aber auch verschie-dene Reisen nach Italien und nach den Niederlanden , bei welchen erzahlreiche Verbindungen anknüpfte. Einen ähnlich weiten Bekannten-kreis wie Carcavy und Mersenne besass ein Engländer, der aber ver-möge seines langen Aufenthaltes in Paris fast als Franzose geltenkann. Sir Kenelm Digby 2 ) ^1603—1665) war der Sohn eines Ver-schwörers und selbst politischen Umtrieben zugethan. So kam es,dass er seine Heimatk wiederholt zu verlassen sich genöthigt sah.

') Oeuvres compUtes de Christian Huygens I, 19 Note 1 . 2 ) Ebenda II, 12

Note 2.