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Dritter Band. Von 1668-1758. Erster Teilband. Von 1668-1726.
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!)7. Kapitel.

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und bezog 1701 die Universität Cambridge , wo er 1709 das Bacca-laureat, 1714 den Doctorhut der Rechtsgelehrsamkeit erwarb, danebenaber auch unter Machin und Keill mathematische Studien trieb.Seiner Vielseitigkeit genügten auch diese beiden Wissensgebiete nochnicht. Er besass mehr als gewöhnliche Geschicklichkeit in Musikund Malerei. Er hatte viel Eamilienunglück, und der Kummer darüberbeschleunigte seinen Tod. Seine erste 1708 verfasste mathematischeAbhandlung über Schwingungsmittelpunkte erschien 1714 in den1*. T. 1 ). W ir haben es mit seiner Mcthodus incremcntorum directa etinversa zu thun, einem nur 118 Quartseiten starken Bändchen, welches171f> in London die Presse verliess 2 ). Der Drucker hat viel durchundeutliche Zeichen, der Verfasser noch mehr durch undeutlicheSchreibart an dem kleinen Buche gesündigt, so dass man fast darüberstaunen kann, dass es trotz dieser Mängel frühzeitig zur verdientenBerühmtheit gelangte. Vielleicht trugen auf dem europäischen Eest-lande Bemängelungen des Buches, auf die wir bald zu reden kommen,das ihrige dazu bei, es bekannt zu machen, und in England hatte eseine mächtige Empfehlung in der Stellung des Verfassers zu Newton.Newton wird auch in der Mcthodus incrementoruin bei jeder tliun-lichen Gelegenheit genannt und gerühmt. Andere Namen kommenüberhaupt nicht vor, es sei denn in der Vorrede, in welcher Newton’sFluxionsmethode im Gegensätze zu der Exhaustionsmethode der Alten,zu den Summationsmethoden von Cavalieri und Wallis , zu jenerAuffassung von Cavalieri und den Neueren, welche Theile alsunenendlich abnehmend betrachteten 3 ), als allein vorwurfsfrei gepriesenwird. Diese durchaus einseitige Parteistellung hängt natürlich mitdem Prioritätsstreite zusammen, an welchem, wie wir wissen, Taylorals spät ernanntes Mitglied des Untersuchungsausschusses (S. 294)betheiligt war. Mit der gleichen Parteistellung dürfte es Zusammen-hängen, dass Taylor den Leibnizisehen Brief vom Februar 1673 (S. 73— 74), in welchem werthvolle Anfänge der Ditferenzenrechnung sichfinden, mit keiner Silbe erwähnt, trotzdem er ihn kennen musste, daer im Commercium Epistolicum von 1713 abgedruckt war, und dadoch anzunehmen ist, dass Taylor wenigstens nachträglich eine Brief-sammlung genauer gelesen haben werde, für deren Inhalt er mit-verantwortlich war.

Taylor lässt, um nun in unserem Berichte zu dem eigentlichen

*) P. T. XXVIII, 11. ’) Das Exemplar der Heidelberger Universitäts-

bibliothek trägt die irrige Bezeichnung: Londini MDCCXVII. Wir wissen nicht,ob das ein neuer Abdruck ist, oder ob die falsche Jahreszahl auf einem Druck-fehler beruht. s ) (JaraUerius et Jtecentiores contemplarunt -partes ixtus nt ininfinitum diminntas.