Band 
Dritter Band. Von 1668-1758. Zweiter Teilband. Von 1727-1758.
Entstehung
Seite
697
JPEG-Download
 

Euler’s Introductio, Bund I.

697

lässt sich auf ebensoviele Arten in m ungleiche Theile zerlegen, alsdie Zahl n aus den Zahlen 1, 2, • - • m durch Addition zusammen-gesetzt werden kann. Wird das dem Sinne nach gleiche Verfahren

auf den anderen Fall angewandt, wo Z — -- : ----

6 ’ ( l—xz){l—x t z)(\—x 3 z )•••

= 1 + Ps -j- Qz 2 -f- Rz s -(-■■• war, so findet sich als allgemeiner

Ausdruck für P Q J{ ■ ■ ■ der Bruch -—-und

(l— *)(l— **)..• (1— x m )

daraus der Satz: Die Zahl n -)- m lässt sich auf ebensoviele Arten inm gleiche oder ungleiche Theile zerlegen, als die Zahl n aus denZahlen 1, 2, • • • m durch Addition zusammengesetzt werden kann.

Das 17. Kapitel, Von dem Gebrauch der recurrenten Reihenbei der Berechnung der Wurzeln der Gleichungen, hat unsschon ( S. 621 1 den Anlass zu einer Verweisung gegeben. Euler ver-spricht nämlich in den Einleitungsworten des Kapitels eine sorgfäl-tigere Auseinandersetzung der von Daniel Bernoulli im IV. Bandeder Petersburger Commentarien über denselben Gegenstand enthal-tenen Untersuchungen. Unser Bericht wird sich auf die ersten Para-graphe des Kapitels beschränken dürfen, welche den grundlegenden

Gedanken erörtern. Sei in dem Bruche “_ j ~ 1>Z + cz + ^ H der

1 — uz — ßz 3 — yz 3 —

Nenner das Product lauter von einander verschiedener reeller ein-facher Factoren (1 — pz) (1 — qz) (1 — rz) • ■ •, und sei der Bruchebensowohl in Gestalt einer recurrenten Reihe A + Bz -f- Cz' 2 + • • •+ Pz n + Qz n+l -f- • • •, als in seiner Zerlegung in Partialbrüche9( 33 C

j _- pz J r YZTqz + j _ — + ’ bekannt. Jeder Partialbruch giebt

selbst wieder eine recurrente Reihe wie - = 5t -f- %pz -(- 5(p 2 ,? 2 -|-

-f- z n -(- • • ■, und setzt mau die Summe dieser partiellen recur-renten Reihen gliedweise gleich der aus dem ursprünglichen Bruchehervorgegangenen Reihe, so zeigt sich P= 5t p n -(- 53 q ‘ -f- t£r" -j- •und Q = 5t2> n + 1 + 53#" +1 + Sr n + 1 -f- •••. Ist nun p am grössten,

oder y die kleinste Wurzeider Gleichung 1 —uz — ßz 2 — yz :i -= 0

und n eine grosse Zahl, so dass p n über q n , »■'•••• und p n + 1 überq n 1 i, r' 1 + 1 weit überwiegt, so ist annähernd P=%p’ 1 , Q = 5(p"~+ 1

und demzufolge p — j, ein Werth, der um so richtiger ist, je grösser

n gewählt wurde. Zugleich ist aber p die grösste Wurzel derjenigenGleichung, welche aus 1 — uz — ßz 2 — yz 3 — .•■ = <) mittels der

Substitution z = ^ entsteht. Die Zählercoefficienten «, b } c, <1 ■ ■ ■sind dabei vollkommen willkürlich, können somit so gewählt werden,dass die Rechnung so wenig Mühe als möglich macht.

Caktor, Geschichte der Mathematik. III, 3.

15