Geschieht« d. Mathematik in selbst. Werken, monograph. Arbeiten usw. 7
(1751 —1823) als „Magazin für den neuesten Zustand der Naturkundein Rücksicht auf die dazu gehörigen Hilfswissenschaften'* (1793—18ü6)neu auflebte. Nur ganz kurz hielt sich des in Göttingen dozierendenChemikers Johann Friedrich Gmelin (1748—1804) „Journal derNaturwissenschaften“ (Göttingen 1797—1798). Zwei nicht ganz wert-lose Sammelwerke sind die folgenden: „Physikalische Bibliothek“,Rostock-Wismar 1754—1761; „Monatliche Beiträge zur Naturkunde“,Berlin 1752—1765; beide herausgegebeu von dem Wismarer RektorJohann Daniel Denso (1708— 1795). Auch einzelne Gelehrtesuchten ab und zu dem bestehenden Bedürfnis, vor die Öffentlichkeittreten zu können, durch Veranstaltung von Sammelschriften entgegen-zukommen. So gibt es zwei Veröffentlichungen des bayerischen Aka-demikers Franz v. P. Schrank („Abhandlungen einer Privatgesell-schaft von Naturforschern und Ökonomen in Oberteutschland“, München 1792; „Sammlung uaturhistorischer und physikalischer Aufsätze“,Nürnberg 1796). Eine populärwissenschaftliche, zu ihrer Zeit sehrgeachtete Zeitschrift hatte ihren Sitz in Holland i „Allgemeener Künst-en Letter-Bode“, 1788—1818). Von englischen Organen, die zugleichdie Wissenschaft fördern und Wissen in weitere Kreise zu tragen be-stimmt waren, seien „The Lady’s Diary“ und „The Penny Cyclo-paedia“ namhaft gemacht. Über den Einfluß, den die zahlreichenitalienischen Literaturjournale auch auf den Entwicklungsgang derexakten Wissenschaften während des XVIII. Jahrhunderts ausübten,verbreitet sich sehr anregend G. Loria (II „Giomale de’ Letteratid'Italia“ di Venezia e la „Raccolta Calogerä come fonti per la storiadelle matematiche nel secolo XVIII, Cantor-Festschrift, 1899, S. 241 ff).
Die Möglichkeit, Studienfrüchte viel leichter als früher einemgroßen Publikum vorlegen zu können, kommt naturgemäß darin zumAusdruck, daß kleinere Veröffentlichungen häufiger, dickleibige Bücherseltener zu werden anfangen. Auch die Geschichte der mathemati-schen Wissenschaften muß sich der in den Verhältnissen begründetenRegel unterordnen. Es sind nur verhältnismäßig wenige neue Werke,die uns in den vier Jahrzehnten zwischen 1760 und 1800 entgegen-treten, und man kann nicht behaupten, daß das, was geliefert ward,allen Ansprüchen vollkommen entsprach. Es läuft viel Mittelgut mitunter, wenn auch in manchen Fällen, wie sich gleich zeigen wird,die objektiver gewordene Anschauung der neuesten Zeit manchesallzu herbe Urteil der Vergangenheit wenigstens einigermaßen richtig-stellen mußte.
Wir haben hier vor allem das einzige selbständige Werk aus derFeder eines deutschen Schriftstellers im Auge, welches in das hierzur Besprechung stehende Intervall gehört. Es stammt her von dem