Algebra.
TB
Eil) anderer englischer Schriftsteller, den wir erwähnen müssen,ist Thomas Simpson (1710—1761), Professor an der königlichenMilitärakademie zu Woolwich. Seine Treatise on algebra wurde1745 in London gedruckt; eine dritte Auflage 1767, eine fünfte 1782,eine achte 1804. Die erste amerikanische Ausgabe erschien 1800 inPhiladelphia . Eine Übersetzung in französischer Sprache wurde 1771in Paris veröffentlicht.
Ein drittes Werk wurde von dem schottischen MathematikerColin Maclaurin unter dem Titel Treatise of Algebra 1748 zuLondon veröffentlicht, wovon die 4. Auflage 1779 erschien.
Die weite Verbreitung von De La Cailles Le^ons elemen-taires de mathematiques nicht nur in Frankreich , sondern auchin Italien , ist von uns schon früher hervorgehoben worden (S. 47, 48).Eine lateinische Übersetzung durch „C. S. e S. J.“ (= CaroloScherffer, S. J.) erschien 1762 zu Wien, Prag und Triest . Scherfferverfaßte eine Anzahl eigener Lehrbücher, von welchen die Institu-tiones analyticae, Wien 1770, hier Erwähnung verdienen.
Das bedeutendste Werk dieser Zeit war aber das nach derheuristischen Methode verfaßte Elements d’algebre des AlexisClaude Clairaut, Paris 1746.
Dieses berühmte Werk wurde 1752 von Christlob Mylius (1678—1754) zu Berlin ins Deutsche übersetzt und an der Univer-sität Göttingen gebraucht, bis es von Kästners Kompendien ver-drängt wurde 1 ). Clairauts Algebra erschien in holländischer Sprache1760 zu Amsterdam , von Arnoldus Bastiaan Strabbe übersetzt.Eine 5. französische Ausgabe in zwei Bänden von S. F. Lacroix er-schien 1797 in Paris . Diese enthält Anmerkungen und Xachträgeüber Gleichungstheorie, Kettenbrüche und Logarithmen, den Vor-lesungen von Lagrange und Laplace an der Xormalschule ent-nommen, und eine einleitende Elementarschrift über Arithmetik, diein der Vorrede als größtenteils die Arbeit des jungen Jean BaptisteBiot (1774—1862) bezeichnet wird. Lacroix schrieb an PietroPaoli von Pisa , diese Ausgabe sei doppelt so umfangreich als diefrüheren und enthalte Theorien, die vorher nie in Elementarwerkenerklärt worden seien 2 ). Die 6. Auflage (1801 zu Paris ) ist vomCitoyen Jean Guillaume Garnier (1766—1840), Professor an derPolytechnischen Schule, bearbeitet und enthält eine arithmetische Ab-
*) C. H. Müller, ,.Studien z. Gesch. d. Math. ... an der Univ Göttingen 1- ,Abh. z. Gesch. d. math. Wiss., 18. Heft, Leipzig 1904, S. 113. Eine zweite Auf-lage, Berlin 1778, enthielt Zusätze von G. F. Tempelhof . *) Memorie dellaregia accademia di scienze, Modena . Serie III, Tom. I, 1898, Sezione di Scienze,p. 109.