Band 
Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
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Abschnitt XX.

daß vor 1797 keine englische Übersetzung angefertigt wurde. In diesemJahre gab John Hewlett unter der Mitwirkung seines SchülersFrancis Horner zu London eine solche aus dem Französischen,wovon die zweite Auflage 1810, die dritte 1822 und die fünfte 1840erschien. In der zweiten schreibt der Herausgeber überall x 3 stattdes früher gebräuchlichen x . x, und x 3 statt x . x . x. Iin Jahre 1818gab John Farrar, Professor der Mathematik an der Harvard Uni-versität zu Cambridge in Massachusetts , einen Auszug heraus, welcherden Titel führt An Introduction to the Elements of Algebra.

. . . Selected from the Algebra of Euler .

In Italien schrieb Padre Odoardo Glierli 1771 zu Modena denzweiten Teil des schon auf S. 47 angeführten siebenbändigen Kom-pendiums, Gli elementi teorico-pratici delle matematichepure, worin die Algebra mit großer Vollkommenheit erklärtwird. In der Vorrede zum letzten Bande wird ein Gratulations-schreiben von Lagrange an Gherli angeführt, worin Lao-rangeden Autor auch auf seine eigenen Abhandlungen über die Auflösungvon Gleichungen in den Berliner Memorien der Jahre 1770 und 1771(veröffentlicht 1772 und 1773) aufmerksam macht. Es folgt dannein Auszug dieser Abhandlungen. Gherlis Bücher fänden in Italien nur geringen Absatz, was vielleicht ihrem unpassenden Quartoformatzuzuschreiben ist.

Pietro Paoli, Professor an der Universität Pisa , gab 1794ein Werk mit dem Titel Elementi d’algebra in drei Bändenheraus, deren erster der Algebra von endlichen Größen gewidmet ist.Obschon die Elementarteile eher kurz gefaßt sind, wurde das Werkvon Mathematikern hoch geschätzt.

Im Jahre 1799 (an VII) erschien in Paris die erste Auflage derElemens d’algebre von Sylvestre Francis Lacroix, einWerk, welches nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa undin den Vereinigten Staaten großen Einfluß auf den Unterricht aus-übte. Im gleichen Jahre veröffentlichte James Wood in Cambridge seine Elements of Algebra, die auf den englischen Universitätenlauge Zeit als „Standard work“ galten 1 ).

Nachdem wir nun die bedeutenderen Lehrbücher über Algebra,welche während der Zeit gedruckt wurden, aufgezählt haben, werdenwir die damalige Darstellung von Grundprinzipien dieser Wissenschaftunserem Studium unterziehen. Wie wurde der Zahlbegriff aufgefaßt'?Inwieweit wurde die Algebra logisch entwickelt? Wir machen dieeinleitende Bemerkung, daß die Mathematik noch allgemein als die

*) W. W. R. Ball’s Mathematics at Cambridge , 1889, p. 110.