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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
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326
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Abschnitt XXII.

Sätze, welche die Elemente bilden, wenn auch nicht augenscheinlich,alle anderen Wahrheiten enthalten. Daraus folgt also, daß in ihrenElementen erster Art jede Wissenschaft in ihrem vollen Umfang ent-halten ist. In der Geometrie würden nicht nur diejenigen Sätzesolche Elemente sein, die die Prinzipien der Ausmessung und derEigenschaften der ebenen Figuren enthalten, sondern auch diejenigen,die die Prinzipien der Anwendung der Algebra auf Geometrie undder Differential- und Integralrechnung bei krummen Linien ent-halten.

Wahrheiten oder Sätze, die die Wissenschaft bilden, können auchvon einem anderen Standpunkt aus betrachtet werden. Einige vonihnen können in sich selbst oder auch in ihren Folgerungen denGegenstand auf die einfachste Art betrachten. Die Gesamtheit solcherWahrheiten oder Sätze samt ihren genau angeführten Folgerungenstellen die Elemente der zweiten Art dar, zwar allgemein gebräuch-licher, jedoch vom Standpunkt der Philosophie aus den Elementender ersten Art viel nachstehend. Dieselben stellen folglich die de-tailliertere Betrachtung der einfachsten Teile des Gegenstandes dar.In der Literatur der Geometrie bilden sie die Elemente der gewöhn-lichen Geometrie, welche nichts weiter betrachtet, als die Eigen-schaften der ebenen Figuren und des Kreises, und deshalb, wenn auchmit allen Einzelheiten, dennoch den einfachsten Teil des Gegenstandesenthalten.

Weiterhin die .einzelnen Stadien der Entwicklung jeder Wissen-schaft betrachtend, dargestellt erstens durch die Anhäufung neuerKenntnisse, und zweitens der sie ablösenden Systematisierung dieserKenntnisse, erklärt d’Alembert das Unzureichende der Traktate, diedie ersten Versuche genannter Systematisierung darstellen, damit,daß die Autoren gewöhnlich nicht zu den Erfindern und Erschaffernder Wissenschaften gehören. Jeder Traktat einer Wissenschaft, obvoll oder bloß ihre Elemente darstellend, muß nach seiner Meinungderjenigen Richtung folgeD, nach der der Erfinder ging, da einzignur diese Richtung als fähig erklärt werden kann, den Zusammen-hang der Wahrheiten oder Sätze der Wissenschaft in ihrem natür-lichen Zustand darzustellen. D’Alembert vergißt dabei nicht, auchauf diejenigen Fälle hinzuweisen, in denen der Erfinder selbst nichtimstande erscheint, den schon durchgegangenen Weg wieder einzu-schlagen, was jedesmal geschieht, wenn er während seiner Forschungensich einer gewissen Art Instinkt überläßt, anstatt der Spekulation 1 ).Nach weiteren vier Seiten 2 ) kehrt d’Alembert zu dem gleichen

*) Klemens des Sciences, p. 618—619.

*) Ebenda, p. 62-2—623.