Abschnitt XXII.
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ohne wesentliche Wirkung auf die nachfolgende Literatur in diesemFache geblieben, was aus der von Lacroix gerichteten Einladungan diejenigen seiner Leser, welche sich in die Prinzipien der Ana-lysis und der Elementargeometrie zu vertiefen wünschen, zu ersehenist, sich an das Werk Bertrands zu wenden, welchem Lacroixselbst viele wichtige Ideen verdankt.
Außer den betrachteten sind noch zwei Werke Bertrands imDruck erschienen: Renouvellements periodiques des continents ter-restres 1 ) und Sur une question du calcul des probabilites. 2 ) Aus denMemoiren, die er in der Berliner Akademie der Wissenschaften ver-lesen hatte und die nicht im Druck erschienen sind, ist bekanntSur le developpement des puissances d’un binome, dont les exposanssont des fractions ou des nombres negatifs.
Aus den Schriften der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, dieden Elementen der Geometrie gewidmet sind, waren am allerver-breitetsten, besonders während des ganzen nachfolgenden 19. Jahr-hunderts, die Elements de geometrie; par A. M. Legendre, die inParis im Jahre 1794 erschienen waren. Im 19. Jahrhundert hattensie viele Ausgaben, in Frankreich und Belgien , und außerdemwaren sie fast in alle europäische Sprachen übersetzt worden. DieEinkünfte aus denselben waren so bedeutend, daß sie vollständigihrem Autor die Existenz sicherten. Sie würden noch in einergrößeren Anzahl von Exemplaren erschienen sein, wenn sie darannicht gehindert worden wären durch die in großer Anzahl erschie-nenen Lehrbücher, die nach ihnen in allen Sprachen zusammengestelltwaren und oft nur ihre Wiederholung darstellten. Ihr Verfasser,Adrien Marie Legendre (1752—1833), von Geburt ein Pariser,lernte in dem College Mazarin , wo er nach Beendigung der Huraa-nitätsstudien die Vorlesungen über Mathematik des zu seiner Zeitsehr bekannten Lehrers, des Abbe Marie , besuchte. Die Fähi"-keiten Legendres lenkten auf ihn die Aufmerksamkeit des Lehrers,der zu seiner wissenschaftlichen Entwicklung viel beigetragen hat.Die Resultate im Studium der Mathematik, die Legendre zu jenerZeit erreicht hatte, äußerten sich in einzelnen Kapiteln, die er imAufträge seines Lehrers für dessen Werk Traite de mecanique ausdem Jahre 1774 geschrieben hat. Indem sie zu den bemerkens-wertesten des Buches gehörten, traten sie besonders im Kapitel vonden beschleunigenden Kräften in der Klarheit und Strenge der Dar-stellung hervor, so daß sie den Beifall von Lagrange ernteten. So-wohl in praktischer, als auch in wissenschaftlicher Beziehung war
-) Memoires presentes par divers Savans etrangers.