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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
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338
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Abschnitt XXII.

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des Autors Sur les operations trigonometriques, dont les resultats de-pendent de la figure de la terre *) dargestellt, zu der auch seine Suitedu calcul des triangles qui servent a determiner la diflerence de lon-gitude entre l'Observatoire de Paris et celui de Greenwich 2 ) in un-mittelbarer Beziehung stand. In seiner Teilnahme an den Arbeitender Kommission ging Legend re viel weiter als es verlangt wurde.Er berechnete nicht nur alle Dreiecke, die sich in Frankreich be-fanden, sondern auch die, welche das Ufer Englands mit Greenwich verbanden. Um diesen letzten Teil seiner Arbeit auszuführen, mußteer sich nach London begeben, wo er mit großen Ehren emp-fangen und sofort zum Mitglied der Royal Society ernannt wurde.Dem Bericht über die praktischen Arbeiten Legendres und der anderenMitglieder der Kommission ist das Buch Expose des operatious faiteseil France en 1787 pour la jonction des observatoires de Paris et deGreenwich par Cassini, Mecliaiu et Legendre 3 ) gewidmet.

Im Jahre 1791 wurde Legendre zum Mitglied der Kommissionernannt, welche zur Bestimmung der Grundlagen des neuen Systemsder Maße und Gewichte gebildet wurde, und zur Berichtigung derAusmessung des Bogens des Meridians zwischen Dünkirchen und Bar-celona , was mit ersterem in Zusammenhang stand. Nach Beendigungder Arbeiten dieser Kommission hörte die unmittelbare TeilnahmeLegendres beim Erschaffen des neuen Systems der Maße und Ge-wichte auf, bis zu seinem Eintritt in die internationale Kommission,welche zur Berichtigung der Arbeiten auf diesem Gebiete bestimmtwar. Er unterschrieb im Jahre 1799 den Bericht, welcher von derKommission der Akademie erstattet wurde, worauf diese endgültigbeschloß, das metrische Maßsystem anzunehmen.

Auch nach Beendigung der praktischen geodätischen Arbeitensetzte Legendre die Bearbeitung des theoretischen Teils der Geodäsiefort. So druckte er im Jahre 1798 sein Memoire analytique pour ladetermination d’un arc du meridien bei der Herausgabe des gleich-namigen Werkes Delambres. In dem Memoire Analyse des trianglestraces sur la surface d’un spheroi'de 4 ) verallgemeinerte er die von ihmfrüher angegebenen Methoden und besprach im allgemeinen Überblickalle hauptsächlichsten geodätischen Operationen.

Die Beschäftigung mit der Theorie der Anziehung führte Le-gendre zur Himmelsmechanik und die geodätischen Arbeiten zurAstronomie. Der ersten widmete er zwei Memoiren mit dem gemein-samen Titel Sur la figure des planetes 5 ), in welchen er das Theorem

*) Histoire de l’Academie Royale des Sciences 1787, p. 352 et suiv.

! ) Ebenda 1788. *) Paris 1791, 4°. 4 ) Memoires de l’Institut 1806.

6 ) Histoire de l’Academie des Sciences, 1784 et 1789.