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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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361
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Praktische Geometrie (Feidmeßkunst).

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tische Ziele verfolgten. In der größten Anzahl erschienen Werke desbetrachteten Typus entweder in den am wenigsten kultivierten Ländern,wie Rußland und Polen , die dementsprechend über fünf und neunsolcher Werke verfügten, oder in Ländern, die sich in der vorherrschendpraktischen Richtung auszeichneten, wie Holland , wo es deren fünfgab. In den anderen Hauptländern Europas gab es ungefähr in Eng-land und Italien je eins, in Frankreich zwei, und in Deutschland viersolche Werke.

In den Inhalt dieser Werke wurden verschiedene Artikel aus ver-schiedenen Teilen der praktischen Geometrie eingeführt, wie die Artikelüber die Maße, von den Mitteln der Messung und von den dabei ge-bräuehliclisten Vorrichtungen (Astrolabium und Mensula), von der Ab-steckung und Messung der Strecken und Winkel auf dem Felde undauch der Entfernungen und Höhen, vom Ausmessen der F'elder, vonder Grundrißaufnahme, von verschiedenen in der Praktik vorkommen-den Fällen des Ausmessens der Rauminhalte (unregelmäßige Körper,Kornhaufen, Holzstapel, Fässer, Krüge, Kanonenkugeln). In einigenvon solchen Werken wurden ebenfalls Artikel über Nivellierungenund sogar über Refraktion eingeschoben.

Außer den Werken des betrachteten Typus wurden im Laufe derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch Werke herausgegeben, dieder Darstellung der praktischen Geometrie allein gewidmet waren.Nach den zurzeit sehr unvollkommenen bibliographischen Berichtenerschien in dem angegebenen Zeitraum je ein solches Werk in Eng-land und Rußland, vier in Deutschland und zwei in Polen . Das her-vorragendste von ihnen war das Werk Mayers des Sohnes „Gründ-licher und ausführlicher Unterricht zur praktischen Geometrie“ 1 '). Ingroßem Gebrauch in der betrachteten Epoche waren einige Werkeüber die praktische Geometrie, die im Laufe der ersten Hälfte des18. und sogar im 17. Jahrhundert erschienen waren. Von ihnen hatteneine sehr große Verbreitung folgende Werke: Chr. Clavius 2 ), Geo-metria practica 3 ); Daniel Schwenter , Geometria practica nova 4 j;Nicolas Bion, Traite de la construction et des principaux usagesdes instruments de matliematiques 5 ); J. F. Penther, Praxis geo-

*) 3 Teile, 8°, Göttingen 1778—83, 4. Aufl. 1814—18. *) Cantor, Vor-

lesungen II*, S. 555—557. s ) Opera matliematica, II, fol. Mogunt. 1612. CantorVorlesungen II 8 , S. 579—581. 4 ) 2 tom., 4°, Nürnberg , 1618. Cantor, VorlesungenII 8 , S. 666—670. s ) 8°, Paris 1709. Poggendorff, I, S. 194—195. Erschienin mehreren Ausgaben in Frankreich und war außerdem in einige andere Sprachenübersetzt worden. Besonders bemerkenswert war die deutsche Übersetzung vonLoppelmayr, weil sie viele Ergänzungen enthielt. Sie erschien im Jahre 1713in Nürnberg unter dem Titel „Mathematische Werkschule“, und danach vonneuem herausgegeben 1717 und 1723; in-4°.

Cantok, Geschichte der Mathematik IV.

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