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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Praktische Geometrie (Feldmeßkunst).

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dieses Maßes würde die pariser Toise um 14,42 Linien längerwerden, und der pariser Breitengrad würde 56 132 astronomischeToisen enthalten anstatt 57 069 solcher pariser Toisen, die im Graddes Meridians zwischen Paris und Amiens enthalten waren.

Am Ende des 18. Jahrhunderts, am Anfang der französischen Revolution, wurde die Forderung der Einführung eines allgemeinenMaßes nicht nur von wissenschaftlichen Anstalten und einzelnen Ge-lehrten ausgesprochen, sondern auch von weiten Kreisen der Gesell-schaft. So legte am Anfang des Jahres 1790, dem allgemeinen Wunschentsprechend, der Bürger vieler Städte, Talleyrand-Perigord, welcherdamals Bischof von Autun war, der Nationalversammlung den Berichtvon der Notwendigkeit, ein allgemeines Maß durch das Gesetz festzu-stellen, vor, wozu man sich eines von den vorgeschlagenen natürlichenMaßen bedienen konnte, und am besten der Länge des Sekundenpendelsauf der geographischen Breite von 45°. Da sich die Nationalver-sammlung nicht als kompetent genug fühlte, um eine so wichtigeFrage endgültig zu bestimmen, wandte sie sich mit einer entsprechendenAnfrage an die Pariser Akademie der Wissenschaften. Die Ausarbeitungder Antwort auf diese Anfrage vertraute die letztere einer zu diesemZweck besonders erwählten Kommission an, welche aus den AkademikernBorda, Lagrange, Laplace, Monge und Condorcet bestand. DieErgebnisse der Arbeiten dieser Kommission waren in dem in ihremNamen gemachten vom 19. März 1791 datierten Berichte „Sur lechoix d’une unite des Mesures“ 1 ) enthalten.

Die Länge des Sekundenpendels auf dem 45. Breitengrade alsallgemeines Maß anzunehmen, fand die Kommission als unbequem,weil es in das System der Maße eine Ungleichartigkeit einführt, in-dem es die Bestimmung der Länge dem Vermessen der mit ihm soungleichartigen Größe, wie die Zeit, unterwirft, oder, was gleich-bedeutend ist, der Größe der Schwere, und außerdem, was nochwichtiger ist, ein Element der Willkür hineinbringt, weil es sich einesso willkürlich gewählten Zeitteiles bedient, wie die Sekunde. DieLängeneinheit im allgemeinen Maßsystem muß nach der Meinung derKommission auf der Erde selbst gefunden werden, weil nur einesolche Einheit von keiner andern Größe abhängig: sein wird, undaußerdem, ihrem Lrsprung nach, die Analogie mit allen anderen, vonder Menschheit gebrauchten Längeneinheiten bewahren wird. Vondiesem Standpunkt aus würde es natürlicher sein, die Abstände derOrte auf der Erde auf das Viertel eines der Erdkreise zurückzuführen,

') Histoire de l’Academie royale des Sciences, annee 1788 (Paris 1791),p. 7—1(5.

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