Abschnitt XXII.
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als auf die Länge des Pendels. Als solcher Kreis muß der Äquatoroder Meridian angenommen werden, und nur der Meridian, weil eraus vollkommen begreiflicher praktischer Erwägung dem von denVölkern Europas dargestellten zivilisierten Teil der Menschheit diegrößten Bequemlichkeiten darbietet. Als wirkliche Maßeinheit mußder vierte Teil des Erdmeridians gewählt werden, und die im prak-tischen Lehen gebrauchte Einheit ihr 10000000. Teil sein. Im Ein-klang mit dem eingeführten Dezimalsystem in der Arithmetik mußdas System der Einteilung dieser Einheiten nicht ein sexagesimales,wie früher, sondern ein dezimales werden. Der Bericht hält sich nichtbei den Erwägungen auf, welche die Kommission zwangen, das Dezimal-system vorzuziehen, aus dem Grunde vielleicht, daß dieser Gegenstandschon früher einer genauen Betrachtung im „Rapport fait ä l’Aeademiedes Sciences par MM. Borda, Lagrange, Lavoisier , Tillet etCondorcet, le 27 Octobre 1790“ *) unterzogen war. Dieser „Rapport“war entstanden infolge des Wunsches der Nationalversammlung, dieMeinung der Akademie über die Frage zu wissen: „s’il convient defixer invariablement le titre des metaux monnoyes, de maniere queles especes ne puissent jamais eprouver d’alteration que dans le poids ?et s'il n’est pas utile que la diffe'rence tolere'e sous le nom de remede,soit toujours en dehors. Elle a Charge en meine temps l’Academied’indiquer aussi l’echelle de division qu’elle croira la plus convenable,tant pour les poids que pour les autres inesures, et pour les mon-noies? Die Messungen des Meridians, die zur Bestimmung dieserEinheiten notwendig sind, müssen als Ziel die Bestimmung der Längedes Bogens des Erdmeridians haben, welche dem 10000000. Teil desBogens des Himmelsmeridians = 90° entsprechen würde, und so ge-legen wäre, daß seine eine Hälfte nach Norden und die andere nachSüden von der Parallele 45° sich befinde. Um dieses Ziel in Wirk-lichkeit zu erreichen, schlug die Kommission vor, den Bogen desMeridians von Dünkirchen bis Barcelona unmittelbar auszumessen,welcher etwas mehr als 9 ^° einschloß. Als die Hauptvorteile, welchedieser Bogen darstellte, wies die Kommission auf die hinlänglicheGröße seiner Ausdehnung und auf seine Teilung durch die Parallele45° in folgende Teile: den nördlichen Teil = 0° und den südlichen= iP/j 0 , und auf das Befinden seiner Endpunkte auf der Höhe derMeeresfiäche hin. Außer diesem Bogen konnte ebenso vorteilhaft seinder Bogen, der noch westlicher lag und vom Ufer Frankreichs bis zumUfer Spaniens ging. Jedoch der Vorzug mußte dem ersten gegeben
*) Histoire de l'Academie royale des Sciences, annee 1788 (Paris 1791),1 >. 1 — 0 .