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Abschnitt XXII.
wirklich in den verschiedensten Gefäßen vorhandenen Flüssigkeitenerwies sich jedoch die Formel des Camus, ihrer Kompliziertheitwegen, als unbequem für den Gebrauch in der Praxis, besonderswenn man den geringen Stand der Kenntnisse und der Entwicklungdes Verstandes der Leute in Betracht zieht, denen gewöhnlich dasAusmessen der Fässer und anderer Gefäße anvertraut wurde. DieseFormel in einfacherer Art darzustellen und sie dadurch bequemerzur Anwendung zu machen, half Dez die Beobachtung, daß in Wirk-lichkeit die Differenz zwischen dem Durchmesser des Fasses an derStelle seiner Biegung und dem Durchmesser seines Bodens sehr un-bedeutend ist. Diese Differenz mit u bezeichnend und in derFormel (1) auf Grund des Ausdrucks
a = b — f
die entsprechenden Substitutionen ausübend und in den erhaltenenZahlen unbedeutende Veränderungen zulassend, die nicht zu irgendfühlbaren Fehlern führen, brachte Dez die Formel (1) in folgendereinfachen Form
oder nach der Transformation der letzten zur Formel
< 3 > D 1 ■ Ci '+>-n)’-
Der Fehler, der durch diese Vereinfachung der anfänglichen Formelentsteht, ist sehr unbedeutend. Und wirklich beträgt die Differenzzwischen den Formeln (1) und ('3), was nicht schwer zu ersehen ist,
\ al (0,11122 • a - 0,02777 • b) ■ cc,
was kaum den Teil des Inhalts des Fasses ergibt, sogar wenn3
man «= b annimmt, nämlich nach der Versicherung des Autors
beim ungünstigsten der Fälle, vor dessen Begegnung man sich in derPraxis hüten muß.
Es würde zu weit führen, die Beschreibung des Visiers, das vonDez nach der Formel (3) konstruiert wurde, zu schildern. Wirfinden es für genügend, uns mit der Bemerkung zu begnügen, daßdie Hauptbedeutung in diesem Apparat zwei Skalen haben, von denendie eine, nach der Benennung des Autors, die Skala der Längen(echelle des longueurs), zum Ausmessen der Länge l des Fassesdient, und die andere, oder die Skala der Durchmesser (echelle desdiametres) zur Ausmessung des Multiplikators