Band 
Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
Seite
554
JPEG-Download
 

554

Abschnitt XXIV.

der Ebene auf den Raum entsteht, nämlich Flächen zu finden, dieeine gegebene Schar überall rechtwinklig schneiden. Sie bildet denGegenstand einer Abhandlung von Euler aus seinen letzten Lebens-jahren: „De problemate Trajectoriarum ad superficies translato“ *)(12. August 1782). Euler verfährt auch hier symmetrisch: für diegegebene Flächen schar (secandae) sei:

pdx + qdy rdz = 0

die differenzierte Flächengleichung, für die gesuchte:

Pdx + Qdy -j- Rdz = 0.

Dann ist die Bedingung der Orthogonalität:

pP + qQ + rR = 0.

Daneben besteht die allgemeine Integrabilitätsbedingung:

Nimmt man die Flächengleichungen nach z aufgelöst an, so ist dieBedingung der Orthogonalität:

pP + q Q + 1 = 0.

Euler behandelt nun den allgemeinen Fall derart, daß er zwei Inte-grale, u und v, sucht, die je eine Variable nicht enthalten, so daßalso z. B. u nur x und y , v nur y und z enthält. Dann heißt z. B.für u die Bedingungsgleichung:

du , du ,,^ + ^2 = °:

die nach der gewöhnlichen Methode behandelt werden kann, sofernauch p und q von z frei sind. Ist so «, und auf dieselbe Weise vbestimmt, so genügt auch jede Gleichung von der Form

v = (piu)

der Differentialgleichung. Euler nennt sie das „integrale completum“;ihre Herleitung geschieht jedoch in den meisten Beispielen, die ergibt, mit Hilfe des S. 551 erwähnten Schlusses. So ist für dieKugeln:

x*+ y 2 + z 2 - c 2 = 0; P = ~*', 2=^,

also die Differentialgleichung der gesuchten Flächen:

i M. P. VII, p. 33—60.