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Abschnitt XXV.
schickt gewählte Anwendungen beweist Stevin die Nützlichkeitdieses schönen Satzes.
Girard Desargues , welcher eine so hervorragende Stellung inder Geschichte der theoretischen Geometrie einnimmt (II 2 , S. (174—* *378),behauptet diese Stellung nicht minder in derjenigen der verschiedenenZweige der Ingenieurwissenschaft. Ja vielmehr könnte man behaupten,daß die theoretischen Arbeiten Desargues ’ nichts anderes als Neben-produkte seiner Bemühungen seien, um einigen praktischen hei Archi-tekten und Malern üblichen Verfahren eine wissenschaftliche Grund-lage zu gehen. Eine solche Hypothese erscheint wohl gerechtfertigt,wenn man bedenkt, daß er im reifen Alter (Oktober 1647) erklärthat: „je n’eus jamais de goust ä l’estude ou reeherche, n’y de laphysique, n’y de la geometrie, sinon en tant qu’elles peuvent servirä l’esprit, d’un moyen d’arriver ä quelques Sorte de connaissance descauses prochaines des effets de clioses qui se puissent reduire en acteetfectif, au bien et coinmodite de la vie qui soit en usage pourl’entretieu et Conservation de la sante“ 1 !. Die älteste gedruckte Arbeitvon Desargues ist eine „Methode universelle de mettre en perspec-tive les objets donnes reellement ou en devis, avec leurs proportions,mesures, eloignements sans employer aucun point qui soit hors duchamp de l’ouvrage“ (Lyon 1636; Oeuvres, I, p. 53—84). Sie fängtmit einem Verzeichnis neuer Namen an, um die Grundelemente derLehre der Perspektive zu bezeichnen, Namen, welche von den Zeit-genossen des Desargues als überflüssig, schlecht gewählt und dahertadelnswert angesehen wurden 2 ). Wenn diese in dieser Beziehungvielleicht nicht ganz unrecht haben, so haben sie es dagegen gewiß,als ihre Pfeile sich gegen die von ihm ersonnenen Methoden richteten,Methoden, deren Quintessenz die folgende ist: Eine beliebige Figurist vollkommen bestimmt in bezug auf ein rechtwinkliges Trieder,dessen Kanten OX, OY, OZ seien, falls von jedem ihrer Punkte dieEntfernungen von den Ebenen YOZ, ZOX, XOY gegeben sind.Ein Ähnliches gilt für eine ebene Figur. In beiden Fällen kennt manvon den betrachteten Punkten die Cartesischen Koordinaten; um-gekehrt kann man, wenn man von einem Raumpunkte P die Car-tesischen Koordinaten x, y, z kennt, die Lage des Punktes wie folgtfinden: Mau trage auf OX die Strecke 031 = x ah, man ziehe von31 die Strecke 31X = y parallel zu OY, endlich die Strecke XP = zparallel zu OZ. Um nun die Perspektive von P zu finden, schlägt