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Abschnitt XXV.
faßt; daher findet man am Schluß desselben eine Tafel von den Si-nussen und Tangenten.
Unsere zweite Schlußbemerkung betrifft das Werk von Milliet-Dechales, von dem schon zweimal gesprochen wurde (IIP, S. 4—6und S. 15—18), welches sechs Bücher über die Perspektive enthält.Unter den dort bewiesenen Sätzen findet man auch den folgendenbemerkenswerten, oft zu Unrecht dem Lambert zugeschriebenenLehrsatz: „Zwei parallele Geraden *4 C, BF) werden von einer Trans-versale A B geschnitten. Durch einen Punkt C einer dieser Geradenzieht man die Geraden CI), CI, . . . bis sie die andere Gerade schneiden.Man bestimmt dann ihre Schnittpunkte F , E, . . . mit der Transver-salen AB. Wenn man nun die beiden gegebenen Parallelen um diePunkte A, B rotieren läßt, so daß sie beständig parallel bleiben undden Punkt K, der dem Punkt C entspricht, mit den Punkten I),welche den Punkten G, H, . . . entsprechen, durch Gerade verbindet,so werden die Geraden KG, KII, . . . noch durch die Punkte F, E,...gehen.“ Es ist unmöglich, alle Anwendungen aufzuzählen, welche derVerfasser von diesem Satz macht: aber wir können nicht umhin, einigeder wichtigen Probleme, welche er löst, wenigstens zu erwähnen; z. B.die Bestimmung des Fluchtpunktes aller Geraden auf der Tafel, welcherechtwinklig auf einer anderen Geraden dieser Tafel stehen, die Auf-suchung der Geraden, welche zwei untereinander rechtwinklige Geraderechtwinklig schneidet, usw.
I*ie goldene Periode der theoretischen Perspektive.
So mannigfaltig und wichtig die Beiträge sind, welche das17. Jahrhundert zur Perspektive geliefert hat, so sind nicht wenigerbedeutend diejenigen, welche wir dem nächsten verdanken, in dessen1 erlaufe diese Wissenschaft eine Höhe erreichte, über die wir heutenoch nicht hinausgekommen sind. Der erste bedeutende Gelehrte,dem wir begegnen 1 ), ist Wilhelm Jacob s’Gravesande, geborenam 27. September 1688 und als Leydener Universitätsprofessor am28. Februar 1742 gestorben, der als Herausgeber der Werke vonHuygens und Newton unseren Lesern schon bekannt ist (HI 3 ,
’) Wir haben im Text Ozanams (vgl. III 8 , S. 102 und 270) keine Er-wähnung getan, weil seine „Perspective theorique et pratique“ (Paris 1711,nichts Xeues, aber viel Falsches enthält. Zu bemerken ist ferner, daß in seinenwohlbekannten „Recreations mathematiques et phvsiques“ (III. ed., Paris 1700)einige „Problemes d’optique“ enthalten sind, welche unsere Wissenschaft be-treffen.