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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Die goldene Periode der theoretischen Perspektive.

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Ö. 278 mul 394). Die Arbeit, mit der er seine Laufbalm als Schrift-steller begann, ist eben diejenige, welche ihm einen Ehrenplatz inder Geschichte der Perspektive sichert; es ist der „Essai de perspec-tive“ (La Haye 1711), in welchem Johann Bernoulli sofort „plu-sieurs regles fort ingenieuses et tres-eommodes pour la pratique, qu’onne trouve pas ailleurs “ i ) entdeckte. Das I. Kapitel dieses Werkesenthält zuerst eine Abhandlung, in der er die Nützlichkeit der Per-spektive zu beweisen sucht und dann die Erklärungen der Grundbe-griffe derselben gibt. Das II. Kapitel lehrt ihre wissenschaftlichenGrundlagen. Zuerst beweist der Verfasser, daß „eine zur Tafel paral-lele Gerade auch zu ihrer Projektion parallel ist“, und daß „eine Figur,deren Ebene parallel zur Tafel ist, ihrer Perspektive ähnlich ist“.Dann folgt die wichtige Bemerkung, daß, „wenn eine Gerade die Tafelin einem eigentlichen Punkte schneidet, ihre Perspektive die Verbin-dungslinie dieses Punktes mit demjenigen ist, in welchem die Tafelvon der Parallele geschnitten wird, welche man vom Projektionszen-trum jener Geraden ziehen kann“. So gelangt er zur Bestimmbarkeiteiner beliebigen Geraden durch ihre Spur- und Fluchtpunkte (vgl.auch Kapitel III, 3. Probl.); daraus folgt ferner, daß die Lage derPerspektive einer Geraden keine Veränderung erleidet, wenn das Pro-jektionszentrum auf einer zu jener parallelen Geraden sich bewegenläßt. Im III. Kapitel werden die so gefundenen Prinzipien auf dieKonstruktion der Perspektive von Figuren angewandt, welche in einerHorizontalebene liegen, die Tafel ursprünglich vertikal vorausgesetzt,und dann durch Drehung auf die Horizontalebene umgelegt. Unter densieben Verfahren, welche der Verfasser auseinandersetzt, wählen wirdie folgenden als Beispiele. In Figur 03 ist V der Projektiousmittel-punkt und 0 der Fußpunkt der Senkrechten,welche von ihm auf die Tafel gefällt wird:

P ist ein beliebiger Punkt der Horizontal-ebene und H ihre Orthogonalprojektion aufdie Tafel. Dann ist augenscheinlich die Per-spektive von P der Schnittpunkt P' derGeraden UP und 0//; daher teilt er dieStrecke OH in dem Verhältnis UO : PH.

Aus dieser Beobachtung leitet s’Gra vesande

die erste seiner Methoden ab. Es sei (Fig. 04) -- k777-_v'

t die „ligne de terre“ ( Schnittlinie der Ho- Flg 63

rizontal- und Bildebenen) und o die Parallele, welche zu ihr durch0 gezogen ist; die Strecke 0 V sei zu o senkrecht und an Länge der

‘) Poudra, „Histoire - *, p. 481.

Cantor, Geschichte der Mathematik IV.

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