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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
Entstehung
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Abschnitt XXV.

findet, wie man sie z. B. in dem klassischen Lehrbuch von W.Fiedlerangeführt findet. 1 ) Zwar finden sich einige von diesen bereits inälteren Arbeiten über die Perspektive; es scheint aber, daß dieseArbeiten Taylor ganz unbekannt waren, und daß er nur die em-pirischen von den Malern befolgten Regeln kannte.

Um seine Ideen klar auseinauderzusetzen, sah sich unser Ver-fasser gezwungen, ein ganz neues System von Fachausdrücken zuschaffen, von dem wir glauben, hier eine kleine Probe geben zumüssen, um sie mit der modernen Nomenklatur zu vergleichen. Nachihm ist die Linearperspektive die Kunst, eine beliebige Figur aufeiner beliebigen Ebene genau zu zeichnen. Was er „point of sight“nennt, ist das „Projektionszentrum“ während unser „Hauptpunkt“ vonihm „centre of the picture“ genannt wird; die durch diese Punktebegrenzte Strecke wird von ihm, wie auch heute noch, „Distanz “ ge-nannt. Zieht man durch das Projektionszentrum die zur Tafel paral-lele Ebene („directing plane“ = „Verschwindungsebeue“), so heißenihre Schnittpunkte mit einer beliebigen Geraden oder Ebene „direc-ting point“ (oder kürzer „director“) resp. „directing line“. Die „inter-section“ einer Geraden oder einer Ebene ist die entsprechende Spur,während das Beiwort „vanishing“ unseren Fluchtelementen entspricht.Schon Taylor machte darauf aufmerksam, daß die „directing“ und„vanishing“ Geraden einer Ebene untereinander parallel sind. End-lich versteht er unter dem „seat“ eines Punktes oder einer Geradendie entsprechende Orthogonalprojektion auf die Bildebene. Nachdemder Verfasser diese Definitionen vorausgeschickt hat, stellt er vierLehrsätze ohne Beweis auf, die zwar nicht ohne weiteres evident sind,aber nicht zu seinem Thema gehören. 5 ) Sie werden sogleich auf dieGrundsätze der Perspektive angewandt; unter diesen erwähnen wil-den Lehrsatz, nach welchem die Geraden, welche unter sich, abernicht zur Tafel parallel sind, denselben Fluchtpunkt haben 8 ), und daßdieser Punkt mit dem Hauptpunkt zusammenfällt, wenn jene Geradendie Tafel rechtwinklig schneiden; wenn aber mehrere Geraden untersich und zur Tafel parallel sind, so sind auch ihre Projektionen unter-einander parallel. Diese Sätze und die obigen Begriffe bilden die

') Daß dieses Zusammentreffen „une rencontre qui n’est pas un rendez-vous’ 1ist, erhellt daraus, daß das Taylorsehe Werk bis nach dem Jahre 1858 Fiedlerganz unbekannt blieb. Man sehe den Aufsatz desselben „Meine Mitarbeit ander Reform der darstellenden Geometrie in neuerer Zeit ; ‘ im Jahresbericht derDeutschen Math.-Yer., 1905, S. 493. *) Der dritte dieser Sätze ist nicht ganz

richtig, da drei Geraden, wenn sie sich je paarweise schneiden, entweder ineiner Ebene liegen, oder durch denselben Punkt gehen. ’) Es ist im Grundegenommen der Satz del Montes über den Konkurspunkt.