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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Die Vorläufer Monges.

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keit einer neuen Hilfswissenschaft, der „Stereotomie“ EmpirischeVorschriften dieser Lehre sind im „Traite d’architecture“ zu finden,welchen im Jahre 1757 Philibert de Lorme , ein AlmosenierHeinrichs II., herausgab, ferner in den „Secrets d’architecture“ (LaFleche 1642) von Maturin Jousse, und vollständiger in dem Werk,,Architecture des voütes ou l’art de trait et coupe des pierres“(Paris 1634) von Pater Der and, dessen Regeln in den Abschnitt.,De lapidum sectionum“ des berühmten „Mundus mathematicus“(16741 von Milliet-Dechales übergegangen sind. Derjenige aber,welcher zuerst auch diesen Teil der Ingenieurwissenschaft strengwissenschaftlich zu behandeln begann, ist wiederum Desargues, vondem wir noch ein Werkchen über den Steinschnitt besitzen (Oeuvresde Desargues, ed. Poudra, 1. Bd., p. 303—362); aber da er auchbei dieser Gelegenheit sich damit begnügte, seine Gedanken nur un-klar an einem Beispiele auseinanderzusetzen, so blieb er fast un-verständlich und daher ohne Einfluß, auch nachdem Bosse seinenverehrten Lehrer kommentiert hatte 1 ); wer heute die Methoden von Des-artrues kennen zu lernen wünscht, wird im Poudraschen Kommentar^Oeuvres de Desargues, I. Bd., p. 362—382) eine wertvolle Hilfedazu finden, vermittels deren er leicht ihre Analogie mit denjenigenwahrnehmen wird, welche unsere darstellende Geometrie anwendet,um die Aufgaben von den mehrkantigen Ecken und den Polyedernaufzulösen.

Das, was Desargues und Bosse nicht erreichen konnten, näm-lich der Stereotomie eine beständig rationelle Richtung zu geben, ge-lang ein Jahrhundert später Amedee Francois Frezier. Dieser,1682 in Chamberv geboren, war von seiner Familie zum Studiumder Jurisprudenz bestimmt; aber seine Abneigung gegen die Pandektenwar so groß, daß er im Jahre 1700, gegen den Willen seiner Eltern,in die französische Infanterie eintrat; sieben Jahre später wurde ergewürdigt, in das Ingenieurkorps einzutreten; die französische Regie-rung vertraute ihm mehrere wichtige Missionen an (unter andereneine nach der Insel St. Domingo im Jahre 1719); zuletzt (1740)wurde er Direktor der Festungswerke der Bretagne ; im Jahre 1746wurde er zur Ruhe gesetzt und starb am 26. Oktober 1773. Geradenun auf seiner Rückkehr von Amerika faßte er die Idee, das großeW erk zu schreiben, welches seinem Namen einen Ehrenplatz auch

’i „Oeuvres de Desargues“, I. Bd., p. 470 und II. Bd., p. 4. „Bosse donnaun Systeme tout different qu’il tenoit de Desargues , lequel, par son ob-scurite et la nouveaute de son language, ne fut pas goute“, bemerkt Frezier in der Einleitung eines Werkes, von dem wir bald sprechen werden.