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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Abschnitt XXV.

in der Geschichte der Geometrie sichern sollte. Es ist „La theorieet la pratique de la coupe des pierres et des bois, pour la con-struction des voutes et autres parties des bätiments civils et militaires,ou Traite de stereotomie a l’usage de l’architecture“ 1 ) (Vgl. IIP,S. 796) mit dem folgenden Satz des Vitruvius als Motto: „geo-metria plura praesidia praestat architecturae“. Frezier sieht, diesemGrundsatz folgend, von einer mechanischen Betrachtung vollständigab und betrachtet den Steinschnitt ausschließlich vom geometrischenStandpunkt; infolgedessen besteht nach ihm diese Lehre aus folgendenTeilen: I. Untersuchung der Kurven, die entstehen, wenn Körperdurch ebene oder nicht-ebene Flächen geschnitten werden; dieser Ah-schnitt der Stereotomie heißt „Tomomorphie“. II. Beschreibung vonKurven auf gegebenen Flächen; dies ist das Ziel der „Tomographie “.

III. Untersuchung einfacher Methoden, um die Körper und ihreSchnitte auf einer Ebene darzustellen; diese Methoden, welche erunter dem Namen „Stereographie “ zusammenfaßt, sind: a) die Ikono-graphie und die Orthographie; b) die Abwicklung der krummenFlächen auf eine Ebene, oder „Epipedographie“ 2 ); c) die „Goniographie“.

IV. Anwendung des Vorigen auf die Bestimmung der Flächenschnitte,die für den Stein- und Holzschnitt am wichtigsten sind („Tomoteeh-nik“). Diese vier llauptteile der Stereotomie werden der Reihe nachin den vier Büchern des Werkes von Frezier behandelt, dessen In-halt wir jetzt kurz durchgehen wollen.

Das I. Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste handelt von denebenen Schnitten einiger Körper, wie Kugel, Kegel, Zylinder und„regulär-irregulärer“ Figuren (QuadriHäehen, Ringflächen, Helikoiden).In der Einleitung zum zweiten Teile des I. Buches bemerkt Frezier,daß Pater Courcier (1604—1692) in seinem Werke „De sectionesuperficiei sphaericae per superficiem sphaericam, cylindricae percylindricam et conicae per conicam“ (Divionae 1662) den Namen„curvitegae“ den von ihm untersuchten Kurven gegeben hat; Frezierhat es dagegen vorgezogen, denselben Namen zu geben, welche aus„imbrex“ (= hohler Dachziegel) abgeleitet sind; so entstanden fol-gende Neologismen: „ciclo'imbre, ellipsimbre, ellipsoi'dimbre, para-boloi'dimbre, hyperboloidimbre“, Namen, welche ein moderner Geometer

*) Straßburg , t. I, 1737; t. II, 1738; t. III, 1739; 4°. S. XVI + 424 -j- 503417 -J- 65, mit 27 -(- 68 -f- 69 litli. Tafeln. Eine II. Auflage trägt das Datum1709; trotz wiederholter Versuche konnten wir uns diese nicht verschaffen. ImJahre 1759 wurde ein Auszug dieses Werkes, betitelt „Elements de stereotomieä l’usage de l’architecture“, veröffentlicht. Dieser Name wurde von Lagny(1660—1734) vorgeschlagen; man sehe die dritte seiner Abhandlungen über „Lagoniomötrie“ in den Pariser Mem. 1727.