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Vierter Band. Von 1759 bis 1799.
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Gr. Monge als Begründer der darstellenden Geometrie.

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pulver, weil sein Vaterland damals einen _großen Mangel daran hatte 1 ),nnd der Gründung und Organisation zweier berühmter Schulen, derNormalschule 2 ) und der polytechnischen Schule 8 ), in denen er einerder beliebtesten Lehrer war; in der ersteren konnte er endlich die dar-stellende Geometrie öffentlich vortragen. Auch an der zweiten blieb er bis1809 eine der größten Zierden. Von seinem Anteil an der Reorganisationdes „Institut de France“ müssen wir brevitatis causa schweigen undnur daran erinnern, daß Monge nach Italien gesandt wurde, um dieAuswahl der Gemälde und Statuen, welche nach Paris geschickt werdensollten, zu leiten; bei dieser Gelegenheit lernte er den General Bona-parte kennen, mit dem ihn von da an eine Freundschaft fürs Lebenverband. Von Bonaparte wurde er mit der Überbringung desVertrages von Campo-Formio nach Paris betraut; mit Napoleonging er dann auch nach Ägypten, wo er das „Institut d’Egypte “gründete und leitete; nach Frankreich zurückgekehrt wurde er Senator(1799) und dann Graf von Pelouze.

Als Bewunderer des Genies Napoleons verzieh der alte Republi-kaner ihm die Annahme der Kaiserkrone, und beim Lesen des berühmtenXXIX. Bulletins des russischen Krieges erlitt er einen Schlaganfall.Aber er erholte sich schnell, und so finden wir ihn während der„hundert Tage“ wieder an der Seite Napoleons. Es blieb derzweiten Restauration Vorbehalten, sein Ende herbeizuführen. Als ernämlich das Dekret erfuhr (21. März 1816), das ihn nebst Carnotaus der Akademie ausstieß, verfiel er in einen Zustand der Apathie,aus dem ihn nicht einmal der Klang der „Marseillaise“ erweckenkonnte, und in dem er bis zu seinem am 18. Juli 1818 erfolgtenTode verblieb. Die damalige französische Regierung vermochte esnicht zu verhindern, daß die Ecole polytechnique und die Akademieder Wissenschaften ihm glänzende Ehren erwiesen.

Aus obiger biographischen Skizze erhellt, daß die mathematischenArbeiten Monges in zwei Teile zerfallen, welche man, obgleich siebeträchtliche Beziehungen zueinander haben, doch getrennt betrachten

*) Vgl. Monge, „Description de l’art de fabriquer les canons“ (Paris , an II).ä ) Diese durch ein Dekret des 9. Brumaire des III. Jahres der Republik(30. August 1794) gegründete Schule blieb nur während der vier ersten Monatedes folgenden Jahres am Leben; Lagrange und Laplace lehrten an ihr Mathe-matik, Monge, mit Hilfe von Lacroix und Hachette, die darstellende Geo-metrie. Vgl. den prächtigen Band „Le centenaire de l’Ecole normale“ (1795 bis1895), Paris 1895. ®) Vgl. Jacobi, „Über die Pariser polytechnische Schule“

(Werke, VII. Bd., Berlin 1891, S. 335—370). Der Organisationsplan dieser be-rühmten Anstalt ist im III. Cahier des „Journal de 1’lScole polytechnique“ zufinden.