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ist. Beide Fälle sind als Anwendungen der neuen von Mongegeschaffenen Wissenschaft interessant; an Umfang und Allgemein-heit können sie sich gewiß mit denjenigen Taylors und Lam-berts nicht messen. Um die Ausführung der Perspektive zu er-leichtern, weist Monge noch darauf hin, daß es überflüssig ist,die Perspektive der Punkte zu zeichnen, welche von dem Augen-punkt aus unsichtbar sind, daß die Perspektive einer Geraden eineGerade ist, und daß endlich die Perspektiven paralleler Geradenein eigentliches Büschel bilden. Ist die Tafel uneben, so kann man(bemerkt Monge) die Aufgabe der Perspektive gleichwohl durchAnwendung der darstellenden Geometrie lösen. Monge (oderBrisson?) bemerkt weiter, daß man eine Kaumfigur durch zwei
Perspektiven bestimmen kann; andereBeobachtungen über die Luftperspek-tive sind unserem Gegenstand fremd;nur sei der folgende Satz wieder-gegeben: „In jedem Punkte einerFläche ist die Lichtstärke dein Sinus
Fig. 71.
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Fig. 72.
des Winkels direkt proportional, welchen der einfallende Strahl mitder Berührungsebene bildet und dem Quadrat der Entfernung vomleuchtenden Punkt umgekehrt proportional“.
Zum Schluß unseres Berichtes über die Werke Monges überdie darstellende Geometrie möge nicht unerwähnt bleiben, daß mitdiesem großen Geometer die Wiedererweckung des Interesses derMathematiker für die reine Geometrie zusammenhängt; ein solches Er-gebnis verdanken wir nicht nur seinen unsterblichen Schriften, sondernauch seinem unübertrefflichen Unterricht an der Ecole polytechnique ,welcher mehrere Hunderte von Studenten förmlich elektrisierte, sodaß infolgedessen mehrere von ihnen bedeutende Gelehrte wurden.
Jetzt müssen wir noch bemerken, daß der Band „Geometriedescriptive “ von Monge später gedruckt worden ist, als die „Essaisde geometrie sur les plans et les surfaces courbes“ (Paris 1796) 1 ) von