Lehrbücher der Infinitesimalrechnung.
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reclinung gewidmet ist. Den Ausgangspunkt bildet das XewtonscheLemma, nach welchem zwei veränderliche Größen, deren Differenzkleiner als jede angebbare Größe ist, endlich einander gleich werden.
Das Datum 17TU trägt der erste Baud eines schon oben besprochenenWerkes, welches gewissermaßen als eine Enzyklopädie der Mathematikbezeichnet werden darf: Gli elementi teorico-pratici delle mate-matiche pure (Modena 1770—1777) von 0. Gherli. Die Ele-menti zerfallen in sieben Quartbände, von welchen der erste dieArithmetik, der zweite die Algebra, der dritte die Geometrie, dervierte die analytische Geometrie, der fünfte die Differentialrechnung,die zwei letzten die Integralrechnung behandeln. Sie geben alles da-mals Bekannte in ausführlicher Entwicklung wieder; wesentlich neuestragen sie nicht hinzu.
Ein ganz kleines und unerhebliches Büchlein ist die Pertractatio©
elementorum calculi integralis discentium bono typis com-missa (Prag 1771) von Johann Tessanek (s. o. S. 30), Jesuitund Professor der höheren Mathematik, geboren in Böhmen 1728,gestorben zu Prag 1788.
Einem anderen italienischen Gelehrten,Francesco Maria Gaudio,geboren zu S. Rerno bei Genua 1726, gestorben 1793, gehört ein demvon Gherli verfaßten analoges Werk, die Institutiones mathema-ticae, deren vier Oktavbände in Rom in den Jahren 1772—1779gedruckt wurden.
Wieder in Italien erschien eine Dissertation 1 ) von Carlo Fran-cesco Gianella, Jesuit, geboren zu Mailand am 13. Juni 1740, ge-storben am 15. Juli 1810, Mitglied der Turiner Akademie seit ihrerStiftung und Professor zu Mailand und zu Pavia . Gianella gehtvom Begriff’ der Fluxion aus, bedient sich aber der LeibnizscheuBezeichnung, und lehrt zuletzt, wie die Infinitesimalmethode als ein„compendium “ der Fluxionsmethode angesehen werden darf.
Der schon erwähnte Paolo Frisi gab in den Jahren 1782—1785seine Werke 8 ) in drei Bänden heraus, von denen der erste, der Al-gebra und analytischen Geometrie gewidmet, uns allein interessiert,während die zwei übrigen Mechanik und Kosmograpliie betreffen. DieKapitel 11 —15 des ersten Bandes behandeln die Infinitesimalrechnungund ihre Anwendung auf Kurvenlehre; Frisi erwähnt seine nunmehr30 Jahre alte Schrift über Fluxionen, und fügt hinzu, er habe seit-