Totale und partielle Differentialgleichungen.
89:-i
<r-<i
dx 2
B d / + v
d x
0
0
werden, und diese Gleichung wird umgekehrt als Bedingung für dasAuftreten eines singulären Integrals hingestellt. Sie liefert zwei Glei-chungen, die mit Z = 0 simultan bestehen müssen.
Nach der geometrischen Deutung des singulären Integrals alsEnveloppe wendet sich Lagrange zu den totalen Differentialglei-chungen 2. Ordnung. Lautet die Integralgleichung wieder F = 0, woV eine Funktion von x, y und den Integrationskonstanten a und bist, so faßt Lagrange die Größe b zunächst als willkürliche Funktionvon a auf. Die Bedingungen für das Vorhandensein eines singulären
Integrals ^ = 0 und f rf = 0 verwandeln sich dann in
° da dxda
1 .
dy dy dhda dh ' da
0
und
dxda
d*y dh<lxdb d a
Durch Elimination von ergibt sich
.;> ,l y d-y _ (ly_ d*y =
da dxdh dh dxda
Es ist ferner
dy = pdx + da y{ db,
1 da db
folglich
3. dy—pdx = 0.
Dazu kommt noch die Integralgleichung
4. r=o.
Aus diesen vier Gleichungen sind a, b und zu eliminieren. Durch
° ’ da
Vertauschung von x und y ergibt sich eine Reihe analoger Glei-chungen.
Später 1 ) gibt dann Lagrange eine Methode an, aus einem erstenIntegral der gegebenen Differentialgleichung 2. Ordnung, also auseiner Differentialgleichung 1. Ordnung das singuläre Integral der ur-sprünglichen Gleichung zu ermitteln, die dem Verfahren, das singuläreIntegral einer Differentialgleichung 1. Ordnung aus deren endlichemIntegral herzuleiten, völlig analog ist. Die Methode läßt sich aufDifferentialgleichungen beliebig hoher Ordnung übertragen. 2 )
Wichtiger sind die Untersuchungen über die singulären Integralepartieller Differentialgleichungen. Die zu einer Integralgleichung
) Oeuvres de Lagrange, t. IV, p. 53.
2 ) Ebenda, p. 51).