Totale und partielle Differentialgleichungen.
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statt z, p, q als Funktionen von x und // aufzufassen, sieht er viel-mehr umgekehrt x, y, z als Funktionen von p und q an; daun istxdp -f- ydq ein exaktes Differential da und folglich
d(o dco
x== d P ' =
Man sieht leicht, daß diese Gleichungen eine Berührungstransformationdarstellen, die sich nach den Vorschriften von Monge oder Lie aus
— z — z i -f- xx l + yy 1 = 0
ergibt, wo der Übersicht halber z lf x lr y l statt <o, p, q geschriebensind; Legendre erkennt aber den Zusammenhang seiner Methodemit der Mongeschen Theorie der Berührungstransformationen nicht.Führt man nun a als neue abhängige Veränderliche ein, so müssenauch die Ableitungen von z nach x bzw. y durch die Differential-quotienten von a nach p und q ersetzt werden. Legendre erhältauf diese Weise bei stillschweigender Unterdrückung eines Nennersddui ddto /dda>\-dp s ' dg* _ ’
dpddj) ( ^ e neue Gleichung
d d o.dg-
ddco ,, d d o> ...dpdg + ' dp* =
von der die Gleichung der Minimalflächen ein spezieller Fall ist.
Legendre behandelt 1 ) auch einen speziellen Typus von Glei-chungen höheren Grades, nämlich
r = F(s, t),
wo r, s und 1 die übliche Bedeutung haben. Sein Gedankengangist ähnlich wie bei der eben behandelten linearen Gleichuno-; er fol-gert aus
dp = rdx + sdy und dq = sdx + tdy,
daß xdr + yds und xds + ydt exakte Differentiale sind, betrachtetx und y als Funktionen von s und t und setzt
dann ist
xds + ydt = da-,
x =
d <ods ’
dca
<> = d t ■
Durch Differentiation der gegebenen Differentialgleichung folgt abereine Gleichung
dr = Ads -f- Iidt,
*) Histoire de l’Academie des Sciences 1787 q789), p. 317.
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