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Dämon
ihn bis aus Ende begleite und seine Seele zu dem Orte der Reinigung undStrafe führe. Im Allgemeinen kachle sich das Volk unter ihnen die Gott-heu, sofern sie die menschlichen Schicksale lenkt, und man theilte sie, in Be--Ziehung auf die Wirkungen, die ihnen zugeschrieben wurden, in gute und böseGeister, in Azathodämonen und Kakodämon n. Die Römer bildeten diegriechische Dämonologie in ihrem eignen, weniger poetischen Charakter, undvermischt mit etruskischen Vorstellungen, weiter aus. Ihnen bedeutete derGenius teil Geist des individuellen Lebens. In diesem Allen erkennt mandie ursprüngliche Idee: Wo eine unerklärliche Macht wirkt in Natur oder'Freiheit, da ist etwas Dämonisches; diese Idee ward ausgebildet durch Phi-losophie, welche den Volksglauben berichtigen und die Vernunft mit diesemGlauben versöhnen wollte. Um die Idee der Gottheit in ihrer Reinheit dar-zustellen, mußte man die mythologischen Ansichten allmäliz zurückdrängen, unddies konnte nicht unvermerkter als durch die Anwendung der Dämonen ge-schehen. Obgleich aber griechische Philosophen dies für Griechenland tha-ten, so darf man darum doch nicht glauben, daß auch kiese Ideen , wie dasWort D avon, griechischen Ursprungs seien; vielmehr ist es glaublich, daß dieganze Dnnonenlehre nach Griechenland nur verpflanzt sei. Ihr eigentlicherUrsprung ist in den Religionen des Orients zu suchen. Die Hindu zählenaußer dem höchsten Wesen, Parama, 3T0!)N Götter und eine unaussprech-liche Zahl von Gctterdienern. Den höchsten Rang unter jenen Göttern be-hauptete die Dreieinigkeit, Braina, Wischnu und Ruttren, die in ewigenWechsel schaffen, erhalten und zerstören. Wenn des Zerstörers Anbeter ster-ben, so sendet er seine Diener, daß sie dieselben zu ihm bringen, damit erihnen seine Seligkeit zu genießen gebe. Die Dämonen sind hier die Dweta'S.Systematischer ausgebildet sinken wir diese Lehre in der Religion Zoroaster'S oder dem cbaldäisch-persischen MagismuS, der unstreitig als eine Hauptguclleder Dämonologie anzusehen ist. Um die Entstehung des Übels zu erklären,nahm Zoroaster neben einem guten noch ein böses Princip an, als Quellenalles Guten und alles Übels, und bildete diese Idee also aus: Es gibt einReich des Lichts lind ein Reich der Finsterniß; in jenem herrscht Ormuzd ,der Ürhcber und Verbreiter alles Guten, in diesem Ahriman , der Quell allesÜbels, des moralischen wie des physischen. Um den Thron des Ormuzd stehendie sieben Amschaspands (Erzengel ), die Fürsten des Lichts, unter denen erselbst der erste ist. Ihnen sind untergeordnet die IzedS, die Genien vonAllein, was gut ist, von welcher Art es auch sei; diesen die FcrucrS. Aufgleiche Weise ist das Reich der Finsterniß unter Akriman eingerichtet. SeinThron wird umgeben von den obersten sieben DiwS, den Fürsten des Bö-sen, und eine zahllose Menge niederer DiwS stehen unter ihnen, wie die IzedSunter den Amschaspands. In unaufhörlichem Streite unter einander sindbeider Reiche; aber einst wird Ahriman besiegt; das Reich der Finsternißhört gänzlich auf. Heeren hat darzulhun gesucht, daß diese Ideale nach den.'Derfaffungen gebildet seien, die den asiatischen Monarchien eigen sind, aberAlles augenscheinlich modisicirt nach dem Orte, wo, und den Aeitumständen,unter welchen der Gesetzgeber und Religionsstifter auftrat. Letzterer blieb indeßnicht bloß bei diesen allgemeinen Begriffen stehen, sondern übertrug sie auch aufeinzelne Gattungen von Wesen. Alle vernünftige und unvernünftige, lebendeund leblose Wesen gehörten zu einem jener Reiche; die reinen Menschen,Thiere und Gewächse zu Ormuzd's ; die unreinen (giftigen, schädlichen) zuAhriman'S Reiche. Auf diese Weise war die Dämonologie im ParsismuS zueiner Ausdehnung gediehen und in einen systematischen Zusammenhang ge-bracht, wie man sie anderwärts nicht kannte. Ob Horn („Biblische Gnosis")