Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dynameter E 415

darzustellen. Seine spätern Arbeilen kom«en den frühern an Zartheit der Aus-führung und Vollendung nicht gleich. S-Dne andern Gemälde haben unstreitigauch in technischer Hinsicht ausgezeichnete ssDrdienste, doch blieb ihm wahrer Ideal-siyl immer etwas fremd; s. Madonnen sind mehr Erden- als Himmelsköniginnen.Seine vorzüglichsten Schüler waren David Beek, Bertrand Fouchier und Jo-hann von Neyn.

Dynameter, Vergrößerungsmesser, Mignmätre, ein Werkzeug, umdie Vergrößerung der Fernröhre durch Versuche zu messen. Es besteht auö einerkleinen Röhre, mit einer aufs Genaueste getheilten durchsichtigen Scheibe, die manaufdieAugenröhre eines Fernrohrs steckt, um so denDurchmesser eines hellen Bildesdes Augenglases gant genau zu messen.

Dynamik, Lehre von den Kräften, wurde sonst als höhere Mechanik oderderjenige Theil der mechanischen Wissenschaften genommen, welcher die Natur derBewegungen fester Körper nach ihren Kraftverhältnissen betrachtet. (S. Mecha-n i k.) Zu der Kam'schen Philosophie wird das Dynamische dem Mathematischen entgegengesetzt, und man versieht darunter, was sich blos mit dem Dasein einesDinges und den Ursachen desselben, ohne Rücksicht auf seine Größe (in der An-schauung) beschäftigt; oder wobei bloß auf den Grund s. Daseins als qualitativeKraft gesehen wird, z.B. dynamische Verknüpfung (Synthesis), welche nicht durchdie Anschauung einer gleichartigen Größe, sondern durch ein dynamischesVerhältniß,d. i. ein in den Dingen beruhendes Verhältniß derInhärenz, Causalitat oder Wech-selwirkung bestimmt wird; dynamische Gemeinschaft, d. i. Wechselwirkung derKi äfte eines Dinges und gegenseitiger Einfluß, besonders eine Gemeinschaft durchWirkung in die Ferne. In per Naturwisscnschast setzte Kant die dynamische An-sicht der Natur der atomistischcn oder mechanischen entgegen. (S. Atomen.)Letztere erklärt alles aus der Masse, und selbst die Bewegung aus der Undurchdring-lichkeitabsolut-harter und starrer Grundkörperchen. Dagegen wurde die Kant 'scheLehre von der Ea salüät aller Bewegung durch ursprüngliche und ausdehnendeKräfte der Materie dynamische Naturlehre genannt. Die dynamische Ansicht vie-ler neuern Philosophen hat die Masse größtentheilSübersehen, und Alles aus bloßenKräften zusammenstellen wollen. Die wahrhaft dynamische Ansicht, oder ein dy-namisches System der Natur verbindet Beides, ungeachtet sie eine Einheit derKraft und Materie in den Wirkungen der Natur, oder in den Naturerscheinungenanerkennt, als Folge einer bildenden Kraft der Natur, welche in Beziehung auf denthierischen Körper das Lebensprincip heißt. Dynamisten heißen Diejenigen,welche die Erscheinungen aus einem solchen Princip herleiten. Endlich wird in derNaturwissenschask selbst die dynamische Wirkungsart der Natur, z.B. in Licht undSchall, der mechanischen (durch Berührung) und der chemischen (durch Verbindunglind Trennung der Bestandtheile eines Körpers) entgegengesetzt.

Dyna st, 1) ein Fürstjüberhaupt, bei den Alten auch Despot; 2) ein Frei-herr, Reichsbaron des Mitkelalters. Sie stammten zum Theil aus fürstlichenHäusern ab. (S. Freiherr.) Dynastie, eine Herrscherfamilie, eine Reihevon Herrschern von einem und demselben Geschlecht, auch die Herrschaft selbst.

C.

^ der 5. Buchstabe des deutschen Abc, unter den Selbstlautern der dritte, bezeich-net m der Musik die dritte diatonische Klangstufe unserer heutigen Tonleiter undmacht von t^ die groß.- Terze aus. In der Solmisation heißt sie »n oder e I» n,i.(Vgl. Ton, Tonart.)