Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dänemark (Statistik)

wovon auf tag unwirthbare Island mit der Küste von Grönland 1706 OM.kommen. Die Volksmenge vom eigentlichen Dänemark mit Schleswig wird auf1,495,000, die von Holstein und Lauenburg auf 436,500, die von Island auf49,400, den Färoern auf 5300 und den übrigen Colomen auf 73,000 berechnet,sodaß das ganze Reich 2,005,200 M. zählt. Die Einwohner, theils Dänen, theilsDeutsche, reden Dänisch im eigentlichen Dänemark, No, fisch auf Island u. Färoer,und Deutsch in der hochdeutschen, plattdeutschen und friesischen Mundart. Unterden Dauern herrscht keine Leibeigenschaft mehr, aber doch Hörigkeit der Scholle imeigentlichen Dänemark. Die Hauptinsel Seeland (dän. Själland) wird durch denSund (s. d.) von Schweden, die Insel Fühnen (dän. Fyen) durch den großen Beltvon Seeland und durch den kleinen Delt von der Halbinsel Iürland sdän. Ivdland)getrennt; die 3 Meerengen öffnen den Zugang aus dem deutschen in das baltischeMeer. Das Land ist, bis auf einen mäßigen Landrücken, welcher durch die Her-zogthümer läuft, völlig eben; die Küsten sind stach, doch meistens gegen das Ein;dringen des MeerS durch Watten u. s. w. geschützt, und bedürfe» bloß gegen dasdeutsche Meer künstlicher Deiche; der Boten besteht theils aus Marschen, theilsaus Geest, und ist mäßig fruchtbar. Strichweise finden sich Moräste und einigeWaldungen. Durch unvorsichtiges Ausrotten der letzter», welche den nördlichenund nordwestlichen Küsten IütlandS Schutz gegen die Meereswellen gewährten,sind große, vorher urbare Strecken, öde Santwüsten gemordet!. Die Kirche zuSkagen , in dem nördlichsten Kirchspiele IütlandS, liegt gegenwärtig fast ganz indem vom Meere angespülten Flugsande begraben. Erst in neuern Zeiten sucht mandurch Anpflanzungen (Tannen, Dirken, Pappeln u. s. w., Sandrohr, oderLandha-fcr) dieser Verwüstung zu steuern, wodurch bereits ein großer Theil jener Flugsand-strecken wieder in urbaren Stand gesetzt worden sein soll. Das Reich hat, außerdem Grenzstrom, der Elbe, bloß Küstenstüsse (Eiter, Guten, Aa); es gibt mehreDinnensecn, wie der Schall-und Ratzeburgersee , beide im Lauenburgischen. derPlöner -und Selentersee in Holstein, und mehre Meerbusen, worunter der Lpm-stord in Nordjütland der ansehnlichste ist. Der Kattegat oder Lkagerrack zwischender südländischen und schwedischen Küste wird von Einigen auch als Meerbusen auf-geführt; er hängt durch den Sund und die beiden Delte mit der Ostsee zusammen.Das Klima ist meistens gemäßigt, aber sehr feucht. Dänemarks Haupterzeugniffesind Getreide, Rapsaat, Taback (4 Mist. Pf. größtentheils ins Ausland verkauft)u. s. w.; Hanf und Flachs befriedigen das Bedürfniß nicht völlig, ebenso der Krapp,der übrigens vorzüglich gut gedeiht, und der Hopfen. Der Gartenbau wird im ei-gentlichen Dänemark vernachlässigt. Seegras wird statt der Pferdehaare zumPolstern genommen. An Waldungen ist Mangel, und das Holz theuer; aber anTorf ist das Land außerordentlich reich, und fast jedes Dorf hat seinen Torfstich.Die Viehzucht allein liefert bedeutende Ausfuhrartikel, z. D. jährlich aus dem ei-gentlichen Däncmark*16,000 Pferde und 7000 Ochsen. Die Zahl des Horn-viehes bestimmt Olofsen ohne die Herzogthümer auf 1,484,000 -Lrück; die Schä-fereien (1,538,000 St., darunter an 20,000 Merinos/sind bedeutend, sowie dieSchweine - und die Federviehzucht. Das Wild hat abgenommen; wilde Schweinefinden sich nicht mehr. Die Fischerei versorgt einen Theil von Norddeutschlandmit Heringen, Schollen, Schellfischen, Austern und Hummern;. 1816 gewannDänemark für Fische 500,000 Thlr. Species. Aus dem Mineralreiche sind Thon,Eisen, Kupfer, Alaun, Kalk bei Legeberg und Salz (nicht hinreichend) aus den ol-deSloher Salzquellen anzumerken. Die wenigen Manufakturen sind größtentheilsin Kopenhagen und Altona ; die dänischen Handschuhe, die aus Iütland kommen,sind berühmt; aber die Zuckerraffinerien haben in den neuesten Zeiten verloren;Handel, besonders nach Westindien , und Schifffahrt fangen wieder an sich zu he-ben; der holsteiner Canal verbindet die Ost-und Nordsee . Die Octroi der asiati-