1V2 Demi-off Demine
des Kassanddr, DemetrluS Phalereus, und gab dem Volke die alte Regierung wie-der. Gegen Seleukos, Kassander und Lysimachus verlor er die Schlacht bei Ipsuö30! v. Chr. Hieraus flüchtete er sich nach Ephesus, und von da nach Athen , wo eraber nicht eingelassen ward. Er ging daher nach Korinth , überzog von hier das lhra-zische Gebiet des Lysimachus , brachte s. Tochter Stratoni^e als Gattin demiseleu-kos nach Asien und nahm unterwegs Cilicien ein, worüber er mit Seleukos zerfiel.Er eroberte Macedonien 29i v. Chr. und regierte 7 I., verlor aber durch s. Despo-tismus diesen Thron. Verlassen von s. Soldaten unk hcrumirrend, ergab er sich end-lich seinem Schwiegersöhne; dieser verwies ihn nach Arameo auch Pella genannt)in Syrien, wo er 284 v. Chr., 54 I. alt, starb. — Der obenqen. DemetriusPhalereus (aus Phalerus), ein berühmter griech. Redner, Schüler des Theo-phrast, widmete seine ersten Jahre der Beredtsamkeit u. Philosophie, dann warf ersich, gegen das Ende der Regierung Alexanders d. Gr., in den Strudel des öffentl.Lebens. Er wurde macedon. Statthalter von Athen und Archonc (309 v. Chr.)und verschönerte die Stadt durch prächtige Gebäude. Die Dankbarkeit der Aihe-nienser, welche er beherrschte, ließ ihm so vieleSkatuen, als Tage im Jahre, errich-ten. Aber der erweckte Neid verdammte ihn zum Tode und stürzte sie um. Er flüch-tete sich nach Ägypten an den Hof der Ptolemüer, wo er die Anlegung der Bibliothekund des Museums gefördert haben soll, als deren Aufseher Ptolemäus Lagi ihn be-stellte. Bei dem folgenden König Ptoleniäug PhiladelphuS siel er in Ungnade undwurde nach einer entlegenen Festung verbannt, wo er an einem Schlangenbisse starb.D. gehörte zu den gelehrtesten Peripatetikern und schrieb über mchreZweige der Phi-losoph. und polit. Wissenschaften. Aber das unter seinem Namen auf uns gekom-mene Werk über den rednerischen Vertrag gehört einem spätern Zeitalter an.
D e m i d o f f (Nicolaus, Gras von), aus der alten Familie der Demidoff,welche in Sibirien die Eisen-, Kupfer-, Gold - und Silberbergwerke entdeckte unddie erste Cultur in diesen Wüsten verbreitete. Gras Nicolaus ist 1774 zu Peters-burg geboren, Geheimerarh und Kammerherr des Kaisers Alexander, Commandeurdes Iohanniterordens und Ehrenmitglied der Universität von Moskau . Er trat frühin Militairdienste, zeichnete sich als Adjutant Potemkin s im Türkenkriege aus, ver-mählte sich mit einer Gräfin Srroganoff und nahm den Abschied als Oberst. AlsFreund der Naturkunde und der Künste, voll Eifer, die Bildung in seinem Vater-lande immer mehr zu verbreiten, unternahm er eine Reise nach Deutschland, Ita-lien, Frankreich und England, um überall zu lernen und zu beobachten, und sendetemehre seiner Bergleute und Eisenwerker nach Steiermark , um geübte Lehrer undVer-besserer zu bilden. Jedem Russen ist es nun erlaubt, in seinen trefflich eingerichtetenWerken u. Fabriken zu lernen, er die reinste Absicht zum Wohl des Ganzen hegt.1812 errichtete er aus seine Kosten ein ganzes Regiment und führte dasselbe so langegegen den Feind, bis Rußland gänzlich befreit war. Er widmete sich hierauf aber-mals den Studien und der Verbesserung s. Fabriken. Da der Universität von Mos-kau alle naturhistorische Schätze verbrannt worden, schenkte er derselben s. reiches Ca-binet, während er s. Gemäldegalerie und übrigen Seltenheiten täglich vermehrt. DieEisenblöcke an den 4 eisernen Brücken in Petersburg (1813) sind aus s. Fabrikenund beweisen, wie weit diese Arbeiten in Rußland durch s. Sorge gediehen sind.
D e m m e (Hermann Christoph Gottfried), geb. zu Mühlhausen den 7. Sept.1760, war daselbst Wubrector, dann Superintendent, endlich seit 1801 General-superintendent zu Altenburg , wo er den 26. Dec. 1822 gestorben ist. D. gehörtenicht nur zu den vorzüglichsten practischenGottesgelehrten, sondern auch zu den thä-tigsten Beförderern alles Guten und Gemeinnützigen. Außer seinen Predigten,Gebeten, geistlichen Liedern, Gedichten u. a. Aufsätzen, die mit Beifall gelesenwurden, machte er sich u. d. N. Karl Stille als Schriftsteller beliebt durch seine„Abendstunden im Familienkreise gebildeter und guter Menschen" (Gorha 1804,